Ein Lob dem Kleinvieh

Ein Lob dem Kleinvieh

Den Stura zu verspotten ist leicht, Anlässe gab es in den vergangenen Jahren genug. Doch in den letzten beiden Semestern hat sich das geändert. Ein Kommentar.

Von Bernadette Mittermeier

Über den Stura zu berichten, fühlt sich ungefähr so frustrierend an, wie über die SPD zu schreiben: die gleichen endlosen Debatten, fruchtlosen Reformversuche und enttäuschenden Wahlergebnisse. Als Journalist schreibt man in dieser Situation oft keine Berichte mehr, sondern Todesanzeigen.

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Stolz und Vorurteil

Stolz und Vorurteil

Kaum ein Stadtteil prägt das Außenbild von Jena so sehr wie Lobeda. Von der Autobahn gut sichtbar, können sich Autofahrer schnell ein Urteil bilden. Meist ein schlechtes. Andere leben seit 50 Jahren in dem Stadtteil, der einst beliebt war, über die Wiedervereinigung stürzte und heute mit Vorurteilen kämpft. Ein Porträt.

Von Tarek Barkouni

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Freiraum ohne Grenzen

Freiraum ohne Grenzen

Der neue Campus auf dem Inselplatz rückt näher. Die Bewohner des Hauses am Inselplatz nehmen den baldigen Auszug mit Galgenhumor und verhökern ihre Einrichtung. Ein Bericht von einer etwas anderen Demonstration.

Von Charlotte Wolff

Der rote Teppich ist ausgerollt, Feuerwerk und Sekt stehen bereit. Gäste sind zahlreich erschienen, bunt und fantasievoll gekleidet tummeln sie sich vor dem Eingang.
Und, es ist kurz nach vier, da kommen die beiden, die Anlass des festlichen Empfanges sind.

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Astronomisches Sandmännchen

Astronomisches Sandmännchen

Podcasts kommen nach Jahren des Nischenlebens im Mainstream an. Sie müssen nicht unbedingt in einer hippen Altbauwohnung in Berlin Mitte produziert werden. Ein Gespräch mit einem Jenaer Podcaster.

Von Hanna Seidel

Sie sind überall in der Mensa verteilt. Plakate mit zwei Männern in albernen Verkleidungen und Überschriften wie „Fest und Flauschig“ oder „Vegan und Verschmust“. Ein blöder Scherz oder aber nur Werbung für den neuen Podcast von Jan Böhmermann und Olli Schulz, die zwar schon seit Jahren im Radio senden, aber nun zu einem bekannten Streamingdienst umziehen. Ein Zeichen dafür, dass Podcasts ihr Nischendasein verlassen.
Was ist daran so spannend? Ein Gespräch mit dem Jenaer Physiker und Podcaster Florian Freistetter über seinen astronomischen Podcast.

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Alles für den Strauß

Alles für den Strauß

Strauße sind nicht unbedingt das, was man unter einem schönen Tier versteht. Sie zu halten ist kompliziert, gefährlich und rentiert sich kaum. Wieso zum Teufel betreibt dann ein Ehepaar, das Inhaber eines Autohofs ist, nebenan zusätzlich eine Straußenfarm?

Von Christoph Renner

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Travis’ Abschaum der Welt

Travis’ Abschaum der Welt

Ab dem 28. Januar 2016 zeigt das Theaterhaus Jena die Inszenierung Taxi Driver. Regisseur Sebastian Martin und Dramaturgin Diana Insel sprechen von der Radikalisierung des Einzelgängers Travis im Film und von ihrem Versuch die Hintergründe eines Attentäters in einem Theaterstück neu zu konzipieren.

Von Annika Lohbeck

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Gesichter der Macht

Gesichter der Macht

Das Interview führten Tarek Barkouni und Christoph Renner

Der Rede Björn Höckes vor wenigen Minuten im Landtag ist Bodo Ramelow ferngeblieben, um dem AfD-Mann als Regierungschef keine größere Bühne zu geben. Auf seine Arbeit als Ministerpräsident angesprochen, lehnt sich Bodo Ramelow zurück und legt einen Ellenbogen auf die Stuhllehne. Er ist angekommen, gefällt sich in der präsidialen Rolle. Mit fast 60 wirkt er vital und hemdsärmelig, seine Präsenz kommt nicht von Amts wegen. Er spricht in kurzen, prägnanten Sätzen. Bei Widerspruch zum Thema Hochschule wird Ramelow lauter. Er neigt sich zum Gesprächspartner vor, taxiert ihn über den Rand seiner Brille hinweg mit bemerkenswerter Schärfe – dann ist man im Brennpunkt. Man möchte früher auf keinen Fall Arbeitgeber in einem Betrieb gewesen sein, in dem Bodo Ramelow als Gewerkschafter aufgetreten ist.

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Die Botschaft ist Frieden

Die Botschaft ist Frieden

Was hat sich für Muslime seit dem Anschlag in Paris am 13. November verändert? Wie gehen sie damit um, dass ihr Glaube für Terror instrumentalisiert wird?

Von Annika Lobeck

Die Moschee des Islamischen Kulturvereins ist von außen nicht als solche zu erkennen. In einem gewöhnlichen Wohnhaus in einer Zwei-Zimmer Wohnung kommen gläubige Muslime zusammen, um gemeinsam zu beten und zu reden.

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