“Vermittelndes kann auch gut sein.”

“Vermittelndes kann auch gut sein.”

Das Gespräch führte Tarek Barkouni.

Der neue Uni-Stura-Vorstand ist nun komplett. Silvia Kunz, Sebastian Uschmann und Moritz Pallasch werden von nun an Haushaltsverhandlungen leiten und die Arbeit des Stura organisieren. Warum sie sich für die richtige Wahl halten, erzählen sie im Interview.

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„ARSCHLÖCHER WIE DU UND ICH“

„ARSCHLÖCHER WIE DU UND ICH“

Lothar König im Kurzporträt

Von Christoph Renner

„Hab heute nen schwarzen Fleck gesehen, ist mir noch nie passiert.“ Lothar König, Jahrgang 54, war gerade beim Augenarzt. Der Jugendpfarrer der Jungen Gemeinde Jena kommt eine Viertelstunde zu spät, gibt kurz die Hand und geht dann den langen Gang Richtung Eisentor voran. Die Wände des Ganges sind aufwändig gestaltet, mit zahlreichen politischen Botschaften. Aber König ist schon am Tor und interessanter als Graffiti. Und das nicht wegen seines Vollbarts und der Sandalen, die er auch im Oktober ohne Strümpfe trägt.

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Wege ins Studium

Wege ins Studium

Hindernisse und Chancen für Flüchtlinge

Von Lynn Neubert

Delshad ist 22 Jahre alt, kommt aus Syrien und lebt seit März 2013 in Jena. Sein Deutsch ist so gut, dass er schon für den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow übersetzen durfte. Selbstbewusst wirft er mir Regeln über Genitiv und Dativ an den Kopf und lässt mich ganz schön blöd aussehen. Umso absurder ist es, dass er schon zwei Mal durch den Sprachtest gefallen ist – der eine Bedingung dafür ist, dass Delshad in Deutschland studieren darf.

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Travis bei der Kulturarena: Jena, come closer!

Der Frontmann Fran Healy konnte spätestens ab der Mitte des Konzertes die Zuschauer in Jena begeistern. Foto: Christoph Worsch

Der Frontmann Fran Healy konnte spätestens ab der Mitte des Konzertes die Zuschauer in Jena begeistern. Foto: Christoph Worsch

von Christoph Worsch

„Manche Lieder kennt man ja aus dem Radio, aber ob es dann von Travis ist, dass weiß man eigentlich nicht so wirklich.“ Ein Satz, der nach dem Konzert von Travis am vergangenen Donnerstag in Jena in der Zuschauermenge fiel. Nicht besser kann die Stimmung an diesem Abend beschrieben werden. Da war sie nun, diese „Weltband“ in der beschaulichen Saalestadt. Und lang hat es gedauert, ehe sich Musiker und Publikum wirklich nah kamen. Travis, irgendwie kennt sie jeder. Songs wie Sing oder Why does it always rain on me sind nicht weniger bekannt, als das zu Tode gespielte Wonderwall von Oasis. Aber Travis sind anders, keine laute Rockband und weit entfernt von den Stadionhymnen Coldplays. Wie weit inzwischen, kaum besser hätte es der Song Reminder aus dem 2013er Album Where you stand zeigen können. Da stand Frontmann Fran Healy nun auf der Bühne mit grauem Rauschebart, wie ein alter weiser Mann in seinem Schaukelstuhl und sang über Ratschläge an seinen Sohn. Die Band, die nie laut und schreiend war, ist noch ruhiger, vielleicht einfach zufriedener geworden.

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