Positiv leben

Eine HIV-Infektion sieht man den Menschen nicht an, durch Medikamente sind sie nicht ansteckend. Trotzdem sind die Ängste und Vorurteile groß.

Von Tarek Barkouni

„Ich laufe doch nicht als Virenschleuder durch die Gegend“, sagt Edgar, schüttelt den Kopf und erzählt von Ärzten, die ihn nur mit Gummihandschuhen anfassen. Edgar ist einer von 84.700 HIV-positiven Menschen in Deutschland, sein Leben hängt von einer Pille ab. weiterlesen…


Kekse wie Zement

Ein Farbikverkauf eines Gebäckherstellers klingt wie das Schlaraffenland, das seit der Kindheit nie so ganz aus den eigenen Phantasien herausgefunden hat. In Wahrheit ist dieses mehr Baumarkt als Schokoladenfabrik.

Von Marleen Borgert

Ein Keks-Fabrikverkauf nur zwanzig Minuten von Jena entfernt? Visionen eines eigenen Universums, die Wände behangen mit Gummischlangen, die Sessel aus Marzipan und ein Schoko-Fluss quer durch die Szenerie, erobern die Hoheit über die Gedanken. Wie Charlie einst in der Schokoladenfabrik könnte man Umpalumpas treffen und in Schokolade mehr sehen als nur ein Nahrungsmittel: ein cremiges Geschenk. weiterlesen…


Sie Clown unsere Jobs

Seit Wochen häufen sich die Berichte über Horror-Clowns: Täter in grotesker Clownsmaskerade, die Fußgänger nicht nur erschrecken, sondern auch angreifen. Zur Problematik.

Von Paul Schäfer

Die Grusel- oder Killer-Clowns werden vom Dachverband der Clowns in Medizin und Pflege in Deutschland als „wirre Menschen, die ihre destruktiven Neigungen nur auf diese armselige Art ausleben wollen“ eingestuft und als gefährlich bewertet. Sie sind weder lustig noch komisch, sondern ein abstruser Abklatsch gut gelaunter Stimmungskanonen. weiterlesen…


Ästhetisch Traumatisierend

Um den Eichplatz wird schon lange gezankt. Jetzt wurde ein Rahmenplan erstellt, mit dem alle überaschenderweise zufrieden sind.

Von Marleen Borgert

Der Eichplatz. Seit Jahren die umstrittensten rund 10.000 m² Jenas und die beste Möglichkeit, sich so richtig über etwas auszulassen. Eichplatzdebatten waren Veranstaltungen, bei denen man sich als Reporter getrost zurücklehnen konnte. Ohne sich großartig einmischen zu müssen, lieferten die Beteiligten zuverlässig genug Stoff für einen unterhaltsamen Artikel – bisher zumindest. weiterlesen…


„Wir sind für alle da“

Die neuen FSU-Stura-Vorstände Noro Schlorke, Sebastian Wenig und Yannes Janert im Interview über alte Probleme, neue Ideen und die eigene Rolle in der Studierendenschaft.

Das Interview führte Tarek Barkouni

Ihr seid seit dem 25. Oktober im Amt. Was sind eure ersten Pläne?
Sebastian: Die Fertigstellung der neuen Stura-Räume ist in der letzten Phase, da müssen nur noch einige Absprachen getroffen werden. Außerdem möchte ich die Kommunikation zwischen dem Stura, den Fachschaften und Referaten verbessern, was schon immer ein Problem war. Es muss wieder mehr gegenseitiges Vertrauen hergestellt werden.

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#WaslosMinisterium

Für eine Imagekampagne gab das Thüringer Wirtschaftsministerium 800.000 Euro aus. Weil keine goldene Mitte gesucht wurde, sondern man exakt ins Schwarze treffen wollte, zielte man völlig daneben. Ein Kommentar.

Von Marleen Borgert

Menschen, die sich wundern, wieso ich in Jena studiere, gibt es genug. Und wir, die wir hier leben, haben vielfältige Antworten auf diese Frage. Ungläubig verfolgt man deshalb auf Youtube, wie eine 33-Jährige durch unser Paradies hüpft, mit Teenagern Selfies schießt und eine Zumba-Veranstaltung auf dem Eichplatz schönredet. Keine dieser Aktivitäten hätten wir wohl an einem freien Tag in Jena favorisiert weiterlesen…