Stolz und Vorurteil

Kaum ein Stadtteil prägt das Außenbild von Jena so sehr wie Lobeda. Von der Autobahn gut sichtbar, können sich Autofahrer schnell ein Urteil bilden. Meist ein schlechtes. Andere leben seit 50 Jahren in dem Stadtteil, der einst beliebt war, über die Wiedervereinigung stürzte und heute mit Vorurteilen kämpft. Ein Porträt.

Von Tarek Barkouni weiterlesen…

Bastard der Harmonie

Wasser in den Topf, Schalter an. Wenn es sprudelt kommt der Beutel in die Tasse, das Wasser darüber. Und damit der Beutel auch nicht leer ist, startet in Andisleben bald die Ernte.

Von Jessica Bürger, Charlotte Wolf

Der Geruch ist überall. Er klebt an den Möbeln, liegt in der Luft und haftet an den Besuchern. Die Pfefferminze riecht unglaublich intensiv und das, obwohl die Felder mehrere Kilometer von dem Hauptgebäude entfernt liegen. Ein flacher, sandfarbener Bau mit dunklen Fluren, direkt am Ortseingang von Andisleben, nahe Erfurt. Hier hat auch Abteilungsleister Norbert Materne sein Büro, klein aber deutlich heller als die Flure und wie alles andere von dem aromatischen Geruch der Pfefferminze erfüllt. weiterlesen…

Der unsichtbare Feind

Bei den einen stillschweigend ignoriert, bei den anderen hitzig thematisiert. Das Reaktorunglück in Tschernobyl vor 30 Jahren war eine Katastrophe und politisch höchst explosiv. Die Wolke und damit der Ärger kamen bis nach Thüringen.

Von Jessica Bürger

Die Lichtung ist in das satte Orange der Abendsonne getaucht, die Schatten der Bäume malen ihre Muster auf den Boden und es riecht nach Moos, Erde und Harz. Irgendwo kreischt ein Vogel auf, der Wind fegt frisch durch die Baumwipfel. Vielleicht sah diese Lichtung vor dreißig Jahren ähnlich aus und strahlte diese Ruhe und Harmonie nur eine halbe Stunde von Jenas Innenstadt entfernt aus. Aber eine Sache war anders. Peter Rohr (Name geändert), gebürtiger Jenenser, macht eine ausladende Handbewegung. weiterlesen…

Alles für den Strauß

Strauße sind nicht unbedingt das, was man unter einem schönen Tier versteht. Sie zu halten ist kompliziert, gefährlich und rentiert sich kaum. Wieso zum Teufel betreibt dann ein Ehepaar, das Inhaber eines Autohofs ist, nebenan zusätzlich eine Straußenfarm?

Von Christoph Renner weiterlesen…

Rausch ohne Reue

Schnaps trinken in Rumänien

von Lennardt Loß

Wer reisen mit einem Bildungsanspruch verbindet, ist ein Heuchler. Ich fahre ja nicht nach Frankreich, weil ich mich ernsthaft für bekloppte bretonische Schlösser interessiere. Und ich fahre schon gar nicht nach Italien, um noch beklopptere Ruinen zu besichtigen. Todlangweilig!
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Paris, ein politisches Abenteuer

Einmal Iran und zurück

von Johannes Kaiser

Eine Freundin fragt mich, ob ich Mitte Juni für ein Wochenende mit nach Paris kommen wolle: 30 Euro inklusive Busfahrt, Verpflegung und Unterkunft! Irgendwie so eine Konferenz zum Iran, sie wisse selber nichts Genaues. Am Sonntag hätte man dann den ganzen Tag frei, um sich Paris anzuschauen. Klingt nach einem attraktiven Angebot.

Als der Ausflug näher rückt, kommen mir dann doch Bedenken: Was ist denn das für eine Konferenz?
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