Exklusiv: Jenoptik liefert Technik für Katar-Panzer

von Jan-Henrik Wiebe

Nach Informationen, die dem Akrützel vorliegen, gehen 62 „Leopard 2“-Panzer und 24 Panzerhaubitzen vom Typ PzH 2000 in den arabischen Staat Katar. Für die gleiche Anzahl an Panzern und Panzerhaubitzen liefert das Jenaer Unternehmen Wehrtechnik, die dazu dient das Sichtfeld des Richtschützen zu stabilisieren, wenn der Panzer oder die Haubitze im Gelände fährt. Der Auftrag hat ein Volumen von 15,2 Millionen Euro und soll bis Mitte 2016 an den Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) ausgeliefert sein. Bisher war nur klar, dass Jenoptik Technik für Panzer von KMW herstellt, aber nicht dass diese nach Katar geliefert werden sollen.

In der nächsten Ausgabe, die am 30. Januar erscheint, wird sich das Akrützel ausführlich der Wehrforschung in Jena und an der Universität beschäftigen.

Tumulte im Stadtrat

Stadtrat vertagt Entscheidung über die Zukunft des Inselplatz

von Jan-Henrik Wiebe

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Unser Redakteur war auf der Stadtratssitzung, die am 6. November den “Bebauungsplan B-J 03 ‘Inselplatz’“ diskutierte. Dieser sieht vor, auf dem Parkplatz Inselplatz einen neuen Universitätscampus zu errichten und damit das Ende des Wohnprojektes „Inselplatz 9a“.

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Auf Spurensuche

Amtsgericht verhandelt „Fußstapfen-Prozess“

Gastbeitrag von Kai Bekos

Fußspuren

Zeichnung von Martin Emberger

Am Amtsgericht Jena fand am 22. Januar die Verhandlung gegen zehn Männer und eine Frau im „Fußstapfen“-Prozess statt. Die Staatsanwaltschaft legte ihnen einen Verstoß gegen den sogenannten „Graffiti-Paragraphen“ zur Last. Dieser war geschaffen worden, um als Sachbeschädigung auch das unbefugte und nicht nur vorübergehende Verändern des Erscheinungsbildes einer fremden Sache zu sanktionieren. Damit wollte der Gesetzgeber verhindern, dass das Anmalen oder Ansprayen von Gegenständen mit unlöslichen Farben straffrei bleibt. weiterlesen…

Ein Dach für Alle

Armut und Obdachlosigkeit in Jena

Von Bernadette Mittermeier



Obdachlosigkeit
Foto: Daniel Hofmann

Berlin. Es ist Januar und eisig kalt. Ein Mann liegt auf der Straße neben einem Hauseingang. Auf die Frage, ob alles in Ordnung sei, kommt nur eine gemurmelte Antwort. Sein Atem riecht nach Alkohol, seine Kleidung so, als habe er sie seit Tagen nicht gewaschen. Ein hinzugerufener Polizist nimmt ihn mit, sein routiniertes Vorgehen lässt ahnen, dass das hier keine Seltenheit ist. Aus Großstädten kennt man solche Szenen, in Jena dagegen bekommt kaum jemand etwas von Armut mit.
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Erst Ho, dann Hot

Eine queere Woche im Mai

Alles Paradiesvögel?
Alles Paradiesvögel? Grafik: AK Queer-Paradies.

„Hier geht‘s um Eva und Ulla und auch um Adam und Peter“, so rappt es Tapete im Lied „Pro Homo“. Dass es mit der Sexualität nicht so einfach ist, wie es sich die Verfasser des Alten Testaments vorstellen, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO entschied am 17. Mai vor 22 Jahren, Homosexualität von der Liste der psychischen Krankheiten zu streichen. Aber erst seit 2005 heißt dieser Tag „International Day Against Homophobia and Transphobia“ – kurz Idaho. weiterlesen…