“Kein Nischenfach”

Unverständnis über Kürzungen

von Niclas Seydack

Prof. Dr. Jörg Nagler lehrt an der FSU Neuere Geschichte mit dem Schwerpunkt Amerika. Er baute gemeinsam mit anderen den interdisziplinären Masterstudiengang Nordamerikastudien auf.  Seine Professur ist in der aktuellen Version des Struktur- und Entwicklungsplans mit einem “kw-Vermerk” versehen. Das bedeutet, die Professur wird nicht besetzt, wenn Jörg Nagler emeritiert. Außerdem soll der Masterstudiengang ersatzlos gestrichen werden. Das Akrützel fragte nach, wie es ihm mit dieser Situation geht und bat um eine Einschätzung der Lage. weiterlesen…

Zur Sprache gebracht

Eine Auseinandersetzung mit gendersensibler Sprache

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Foto: Sarah Salzmann

Immer häufiger machen Frauen, Transsexuelle und jene,
die sich mit keinem der biologischen Geschlechter identifizieren, von sich reden.
Der „Fußgänger“ wird zugunsten der „zu Fuß Gehenden“ aus der Straßenverkehrsordnung verbannt
und selbst von der Bibel gibt es inzwischen eine „gerechte Ausgabe“.
Gendersensible Sprache rückt langsam, aber stetig in den Fokus der Öffentlichkeit.
Für die einen ist sie schon Pflicht, für die anderen eine Verunstaltung der deutschen Grammatik.
Mit ihrer strikten Umsetzung stehen Stura und Gleichstellungsreferat an der FSU noch immer auf einsamen Posten.

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Auf Spurensuche

Amtsgericht verhandelt „Fußstapfen-Prozess“

Gastbeitrag von Kai Bekos

Fußspuren

Zeichnung von Martin Emberger

Am Amtsgericht Jena fand am 22. Januar die Verhandlung gegen zehn Männer und eine Frau im „Fußstapfen“-Prozess statt. Die Staatsanwaltschaft legte ihnen einen Verstoß gegen den sogenannten „Graffiti-Paragraphen“ zur Last. Dieser war geschaffen worden, um als Sachbeschädigung auch das unbefugte und nicht nur vorübergehende Verändern des Erscheinungsbildes einer fremden Sache zu sanktionieren. Damit wollte der Gesetzgeber verhindern, dass das Anmalen oder Ansprayen von Gegenständen mit unlöslichen Farben straffrei bleibt. weiterlesen…

Gleichgültigkeit und Grauzonen

Der Aufstand in der Hilfskraft-Hölle bleibt aus

Studenten gelten gemeinhin als recht streitlustiges Volk. Der Wille zum Widerstand endet aber, wenn es um das eigene Karrieresprungbrett geht. Unkraut jäten, das Ego des Professor pflegen und Excel-Tabellen füllen – natürlich schlecht bezahlt – so sieht das Aufgabenprofil eines Traumjobs aus. Studentische Hilfskräfte in Jena verdienen gerade mal 7,45 Euro brutto. Das ist zwar mehr als Studenten hier in manch einem anderen Job erhalten würden, allerdings immer noch unter dem Tarif, den Angestellte verdienen. Als leuchtendes Beispiel für die Situation der studentischen Beschäftigten muss immer Berlin herhalten: Außer in der Hauptstadt fällt die Beschäftigungsgruppe der studentischen Hilfskräfte in keinem Bundesland unter einen Tarifvertrag. Dort bekommen studentische Hilfskräfte ganze 10,98 Euro, Stellen müssen ausgeschrieben werden und Beschäftigungsverhältnisse sind weniger stark befristet. weiterlesen…

„Kein Unibetrieb ohne sie“

Ein Gespräch über Bedeutung und Arbeit studentischer Hilfskräfte

Marlene Langholz
Marlene Langholz. Foto: privat.

Marlene Langholz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich für Sozial- und Bildungsökonomie des Instituts für International Management an der Universität Flensburg. Zusammen mit dem ebenfalls in Flensburg ansässigen Professor Gerd Grözinger hat sie eine Untersuchung zur Situation studentischer Hilfskräfte in Deutschland durchgeführt. Mit Akrützel sprach Langholz über deren Aufgaben, die Zufriedenheit der studentischen Helfer und darüber, wie man an einen solchen Job kommt. weiterlesen…

Darf’s noch weniger sein?

Ein Kommentar über bereitwillige Ausbeutung

Selbst, wenn die Universität ihren studentischen Hilfskräten einen Hungerlohn von 2 Euro oder gar nichts bezahlen würde, gäbe es vermutlich immer noch Studenten, die sich für diese Stellen begeistern würden.
Schließlich arbeiten an anderen Hochschulen Studenten für noch weniger Geld als an der FSU üblich. Die Ehre, für die Universität arbeiten zu dürfen, überwiegt die Ausbeutung in manch einem Tutorenjob. Dass FH-Studenten sogar für nur 6 Euro arbeiten, zeigt, dass noch Spielraum nach unten ist. Weniger geht immer. weiterlesen…