Travis bei der Kulturarena: Jena, come closer!
Der Frontmann Fran Healy konnte spätestens ab der Mitte des Konzertes die Zuschauer in Jena begeistern. Foto: Christoph Worsch

Der Frontmann Fran Healy konnte spätestens ab der Mitte des Konzertes die Zuschauer in Jena begeistern. Foto: Christoph Worsch

von Christoph Worsch

„Manche Lieder kennt man ja aus dem Radio, aber ob es dann von Travis ist, dass weiß man eigentlich nicht so wirklich.“ Ein Satz, der nach dem Konzert von Travis am vergangenen Donnerstag in Jena in der Zuschauermenge fiel. Nicht besser kann die Stimmung an diesem Abend beschrieben werden. Da war sie nun, diese „Weltband“ in der beschaulichen Saalestadt. Und lang hat es gedauert, ehe sich Musiker und Publikum wirklich nah kamen. Travis, irgendwie kennt sie jeder. Songs wie Sing oder Why does it always rain on me sind nicht weniger bekannt, als das zu Tode gespielte Wonderwall von Oasis. Aber Travis sind anders, keine laute Rockband und weit entfernt von den Stadionhymnen Coldplays. Wie weit inzwischen, kaum besser hätte es der Song Reminder aus dem 2013er Album Where you stand zeigen können. Da stand Frontmann Fran Healy nun auf der Bühne mit grauem Rauschebart, wie ein alter weiser Mann in seinem Schaukelstuhl und sang über Ratschläge an seinen Sohn. Die Band, die nie laut und schreiend war, ist noch ruhiger, vielleicht einfach zufriedener geworden. weiterlesen…

Stimmen aus dem frischen Grab

Theater Zink spielt Sarah Kanes „4:48 Psychose“

Ein Stück, das laue Sommerabende gefrieren lässt. Jenas älteste freie Theatergruppe versucht sich am letzten Stück der englischen Dramatikerin Sarah Kane. Es wurde 2000, erst nach dem Freitod der Autorin, uraufgeführt. Benannt ist es nach der Uhrzeit, zu der ihre Depression sie regelmäßig aus dem Schlaf riss und in den Wahnsinn warf. Es gibt weder handelnde Personen noch eine Handlung, dafür innere Monologe, fragmentarische Dialoge, unkommentierte Zahlen- und Wortreihen. All das kreist um die Erfahrung von Scham, Selbstmordgedanken und Therapieversuchen.

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Ausgabe 333

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Liebe Leserinnen und Leser,

ab dem 15. Mai steht unsere neue Ausgabe für euch in der Uni und FH bereit. Thema diesmal: Alltagsrassismus und rechte Gewalt.

Wir wünschen euch eine interessante Lektüre der neuen Ausgabe. Link

Exklusiv: Jenoptik liefert Technik für Katar-Panzer

von Jan-Henrik Wiebe

Nach Informationen, die dem Akrützel vorliegen, gehen 62 „Leopard 2“-Panzer und 24 Panzerhaubitzen vom Typ PzH 2000 in den arabischen Staat Katar. Für die gleiche Anzahl an Panzern und Panzerhaubitzen liefert das Jenaer Unternehmen Wehrtechnik, die dazu dient das Sichtfeld des Richtschützen zu stabilisieren, wenn der Panzer oder die Haubitze im Gelände fährt. Der Auftrag hat ein Volumen von 15,2 Millionen Euro und soll bis Mitte 2016 an den Panzerhersteller Krauss-Maffei Wegmann (KMW) ausgeliefert sein. Bisher war nur klar, dass Jenoptik Technik für Panzer von KMW herstellt, aber nicht dass diese nach Katar geliefert werden sollen.

In der nächsten Ausgabe, die am 30. Januar erscheint, wird sich das Akrützel ausführlich der Wehrforschung in Jena und an der Universität beschäftigen.

Tumulte im Stadtrat

Stadtrat vertagt Entscheidung über die Zukunft des Inselplatz

von Jan-Henrik Wiebe

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Unser Redakteur war auf der Stadtratssitzung, die am 6. November den “Bebauungsplan B-J 03 ‘Inselplatz’“ diskutierte. Dieser sieht vor, auf dem Parkplatz Inselplatz einen neuen Universitätscampus zu errichten und damit das Ende des Wohnprojektes „Inselplatz 9a“.

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