Paris, ein politisches Abenteuer

Einmal Iran und zurück

von Johannes Kaiser

Eine Freundin fragt mich, ob ich Mitte Juni für ein Wochenende mit nach Paris kommen wolle: 30 Euro inklusive Busfahrt, Verpflegung und Unterkunft! Irgendwie so eine Konferenz zum Iran, sie wisse selber nichts Genaues. Am Sonntag hätte man dann den ganzen Tag frei, um sich Paris anzuschauen. Klingt nach einem attraktiven Angebot.

Als der Ausflug näher rückt, kommen mir dann doch Bedenken: Was ist denn das für eine Konferenz?
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Über gescheiterte Utopien

Ben G. Fodor stellt in der Kunstsammlung aus

von Lisa Laibach

Betritt der Besucher den Raum der Ausstellung „Incipit vita nova“ (ein neues Leben beginnt), sieht er zu seiner Rechten die Fotografie eines bedrohlich wirkenden umzäunten Gebäudes, vor welchem eine weiße Pferdeskulptur steht. Es ist das Colosseo Quadrato in Rom, welches eine politische Utopie der 30er Jahre verkörpert und mit der Absicht Mussolinis einhergeht, ein neues Rom zu schaffen.
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Was der Bursche hat geschafft

200. Jubiläum: Die Bedeutung studentischer Verbindungen für die deutsche Geschichte

von Christoph Renner

Die schwarz-weißen Portraits hunderter Alter Herren an den Wänden starren mich an. „Hier drin atmet es Geschichte“, meint ein Burschenschafter. Ich atme eher eine Mischung aus Zigarettenrauch und Bier. Steffen Borger, der Sprecher der Aktiven der Burschenschaft Germania, erzählt mir und fünf Rentnern am Tag der offenen Tür etwas über das Fechten. Er hat zwei große Schmisse im Gesicht und stellt sich als „das Gesicht der Burschenschaft Germania in Jena“ vor.
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Der Schoß ist fruchtbar noch

Brechts Arturo Ui im Deutschen Nationaltheater

von Annika Lobeck

Veralbert – so kommt man sich in den ersten zehn Minuten vor. Durch übertriebene Mimik, melodramatische Stimmlagen und scheinbar sinnloses Hin-und-Her-Gerenne auf der Bühne. So beginnt die Inszenierung von Brechts Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui am Nationaltheater in Weimar. Die Irritation lässt erst langsam nach.
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