Hauptberuflich Künstler

Im Gespräch mit den Initiatoren der Lesebühne: Friedrich Herrmann, Elli Linn und Steve Kußin über ihre Vorbilder, die Jenaer Kulturszene und was sie mit ihren Texten erreichen wollen.

Das Gespräch führte Annika Nagel

Wie hat das bei euch angefangen?
Steve: In der Schulzeit habe ich angefangen, ganz schlechte Gedichte zu schreiben – Gedanken, die sich Jugendliche so machen: Liebes- und Weltschmerzgedichte, das Übliche. Ich habe erst in der Zivildienstzeit angefangen, aktiv zu schreiben.          weiterlesen…

Hinter der Linse

Fotografie ist keine Selbstverständlichkeit. Auch wenn jeder heutzutage einfach das Smartphone aus der Tasche holt, ein Motiv wählt und klick, schon das nächste Foto gemacht hat, stecken dahinter 190 Jahre Forschung.

Von Charlotte Wolff

Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras lautet der Titel des ersten Fotos. Der Franzose Joseph Nicéphore Niépce war der Fotograf. Das Foto hat eine Pionierstellung, da es das Erste ist, das dauerhaft fixiert werden konnte. weiterlesen…

Gerichtsmediziner

Wer an seiner Wunschuni keinen Studienplatz erhält, kann sich immer noch einklagen. Außer in Jena, denn die Universität rechnet zu gut.

Von Hanna Seidel

Eine Schülergeneration, die jahrelang die attraktiven, allwissenden Ärzte in „Grey‘s Anatomy“ verfolgt hat, drängt nach dem Schulabschluss und dem obligatorischen Selbstfindungsjahr in Australien auf die begehrten Studienplätze für Humanmedizin, Pharmazie oder Psychologie. Doch für eine Ausbildung zum Gott in Weiß braucht man einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma. Was tun, wenn es dazu nicht gereicht hat? Sich in sein Wunschstudienfach einklagen zum Beispiel. weiterlesen…

Positiv leben

Eine HIV-Infektion sieht man den Menschen nicht an, durch Medikamente sind sie nicht ansteckend. Trotzdem sind die Ängste und Vorurteile groß.

Von Tarek Barkouni

„Ich laufe doch nicht als Virenschleuder durch die Gegend“, sagt Edgar, schüttelt den Kopf und erzählt von Ärzten, die ihn nur mit Gummihandschuhen anfassen. Edgar ist einer von 84.700 HIV-positiven Menschen in Deutschland, sein Leben hängt von einer Pille ab. weiterlesen…

Sie Clown unsere Jobs

Seit Wochen häufen sich die Berichte über Horror-Clowns: Täter in grotesker Clownsmaskerade, die Fußgänger nicht nur erschrecken, sondern auch angreifen. Zur Problematik.

Von Paul Schäfer

Die Grusel- oder Killer-Clowns werden vom Dachverband der Clowns in Medizin und Pflege in Deutschland als „wirre Menschen, die ihre destruktiven Neigungen nur auf diese armselige Art ausleben wollen“ eingestuft und als gefährlich bewertet. Sie sind weder lustig noch komisch, sondern ein abstruser Abklatsch gut gelaunter Stimmungskanonen. weiterlesen…

Gravitationsanomalie

„Die Kinder des Dorfes waren spurlos verschwunden.“ Ein Schicksalsschlag für die Bewohner und ein Phänomen für Physiker im Kinofilm Wir sind die Flut.

Von Charlotte Wolff

Meeresrauschen, Wasser, Watt und eine Stimme, die erzählt. Das Bild wechselt zu einer Disco, zurück zum Strand, zu einem Mädchen im Bus.
Vor 15 Jahren folgte am Strand von Windholm auf die Ebbe keine Flut. Sie blieb aus, hinterließ eine Leere, die seitdem wie eine dunkle Wolke über dem Dorf liegt. Denn nicht nur das Wasser ist verschwunden, mit ihm auch alle Kinder. Alle bis auf Hanna.

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