Stura auf links-grünem Kurs

Die Wahlen sind vorbei, Gewinner und Verlierer stehen fest. Der neue Stura und ein Blick auf den Senat.

von Alexander Bernet

Stura

Zur Sturawahl bildet jede der zehn Fakultäten einen Wahlkreis, in dem Listen zur Wahl stehen. Dabei richtet sich die Anzahl der zu vergebenden Sitze pro Fakultät nach der Anzahl der Studierenden.
Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) kann seine Position als stärkste Kraft knapp halten (sieben Sitze), gefolgt von der Emanzipatorischen Linken Liste (ELLi) mit sechs Sitzen. Die ÖSI – Ökologisch-Sozial-International, die dieses Jahr zum ersten Mal antrat, erreicht fünf Sitze. Damit gelingt es keiner einzelnen Liste, eine deutliche oder Ein-Drittel-Mehrheit zu erreichen.

Im Vergleich zum Vorjahr hat der RCDS die Hälfte seiner Sitze verloren; größte Gewinner der Wahl sind die ÖSIs. Die ELLi und AEM können ihre Ergebnisse jeweils um zwei Sitze verbessern, während die Jusos und die LISTE je einen Sitz verlieren; Liste 42 kann den ihrigen verteidigen.

Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 16 Prozent und ist damit erneut leicht gesunken. Deutlich über dem Durchschnitt lag sie in der Theologischen Fakultät (35,4 Prozent), die damit die höchste Wahlbeteiligung hatten. Am niedrigsten war sie in der Fakultät für Biowissenschaften (10,5 Prozent).

Grafik: Alexander Bernet

Senat

Im Senat, dem zentralen Gremium der Uni, werden die Studierenden durch vier Mitglieder vertreten, zwei für Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Fakultäten und zwei für die der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten und Medizin.

Für die Geistes- und Sozialwissenschaften bekommen RCDS und Links-Grüne Liste jeweils einen Sitz. Damit kann der RCDS seinen Sitz erhalten, den erneut Markus Wolf übernimmt, und es ergattert wieder eine linke oder grüne Liste einen Platz im Senat, nachdem diese im letzten Jahr nicht angetreten waren. Für die Links-Grüne Liste wird Laura Steinbrück das Mandat übernehmen.

Für die Fakultäten für Medizin, Mathematik und Naturwissenschaften traten RCDS, SNP („Liste für Studierende, nicht Parteien“) und die Liste 42 an. Die Liste 42 konnte sich nicht durchsetzen, die Sitze gehen an RCDS und SNP. Hier sitzen ab dem Wintersemester Patrick Riegner (RCDS) und Helen Würflein (SNP) im Senat.

Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 19 Prozent, leicht über der Wahlbeteiligung im letzten Jahr.

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