Professur gestrichen!

Das Dekanat der Philosophischen Fakultät hat verkündet, dass die Professur für Ältere deutsche Literatur nicht nachbesetzt wird.

von Lenah John

Es muss jemand weichen | Symbolfoto: Julian Hoffmann

Der Beschluss für die Kürzung wurde bereits im November des letzten Jahres gefasst. Aufgrund der Proteste von Seiten des Instituts und der Studierenden erfolgte zunächst jedoch keine Umsetzung. Stattdessen diskutierte eine externe Kommission erneut darüber – ohne Erfolg für die germanistische Mediävistik.

Kritisiert wird, dass die beschlossene Kürzung weitgehende Konsequenzen für die Qualität des Lehrangebots in der ÄDL nach sich ziehen könnte. Der Beschluss im November sei übereilt und ohne hinreichend gegebene Informationen gefasst worden. Bis heute seien die genauen Schritte zu der Entscheidung nicht ausreichend dargelegt worden. Dekanat und Strukturkommission unterstützen den Beschluss jedoch weiterhin und ziehen ihn nicht zurück

Bei Ruhestand: Kürzung!

Durch die Kürzungsvorgaben des Landtags von 2014 sind für die Philosophische Fakultät Einsparungen vorgesehen. Nach dem Entscheidungskriterium, die erste Professur nicht nachzubesetzen, die frei wird, sollte es ursprünglich nicht die Germanistik, sondern die Volkskunde/Kulturgeschichte betreffen, wenn Michael Maurer, Professor für Kulturgeschichte, 2020 in den Ruhestand eintreten wird. Der Studiengang VKKG würde damit nicht mehr in der Form studierbar sein, wodurch diese Entscheidung nochmal überdacht werden sollte.

Die alternative Lösung der Strukturkommission: Die als nächstes freiwerdende Professur von Jens Haustein in der ÄDL zu streichen. Nach Aussage des Dekans Stefan Matuschek sei dies wohl das Beste vom Schlechtesten. „Es ist ein Verlust, aber einer, den die Fakultät am ehesten verkraften kann“, sagte er in der Sitzung.

“Hässliche Maßnahme”

Die Bitte der Institutsdirektorin Nina Birkner, erneut zu prüfen, ob die Einsparungen nicht an anderer Stelle vorgenommen werden können, und den Vorschlag des FSR Germanistik, in Kontakt mit dem Thüringer Landtag zu treten und eine angepasste Finanzierung zu verhandeln, sieht Matuschek als keine reale Möglichkeit an. Er entschuldigte sich in der Sitzung, dass damals „alles so schnell ging“, doch die quantitative Geltung der STEP Entscheidungen zwinge sie zu solch „hässlichen Maßnahmen“.

Das Einzige, was in der nächsten Zeit in der Angelegenheit noch diskutiert werden kann, ist das Warum. Am 14. Mai ist im Nachhinein ein Fakultätsdialog geplant, in dem die Strukturkommission, das Dekanat und das Institut ihre Stellungen zu der bereits beschlossenen Sache darlegen können.

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