Muff von 30 Jahren

Der Stura der FSU existiert seit mehr als 30 Jahren. Das einst progressive Gremium hat sich eingenistet im bürokratischen Inzest der Universität. Es kämpft nun gegen seinen einzigen Beobachter: die Campusmedien.

von Tim Große und Lukas Hillmann

Der FSU-Stura widerspricht in der Zusammensetzung der Mitglieder vielen Vorstellungen einer Studierendenschaft: konservative Mehrheit, satzungsgeile Langzeitstudenten und die ständige Lust, sich gegenseitig auszuspielen. In dieser Amtszeit nutzen einige die Gunst der Stunde, um den Campusmedien erneut die Mittel zu kürzen.

Es gehört zur guten Tradition des Verhältnisses von Akrützel und Stura, dass das Gremium als Herausgeber die Existenz einer unabhängigen Zeitung in Frage stellt. Der seit über 30 Jahren arbeitenden Redaktion wurde schon vieles vorgeworfen, um entweder die einzig bezahlte Stelle der Chefredaktion oder die Auflage zu kürzen: fehlende Neutralität, Verstöße gegen den Pressekodex. Also meist einfach Berichterstattung, die dem Stura nicht passt.

Und wieder gehts von vorne los

In diesem Jahr beginnt das Spiel von vorn: Im November wird ohne Ankündigung ein Viertel der Auflage, von 4000 auf 3000, gekürzt. Dem Vorschlag – maßgeblich vom Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) eingebracht – stimmen fast alle anwesenden Mitglieder vorbehaltlos zu. Die Anzahl übrigbleibender Hefte liegt meist unter 100 Stück, teils sind Auflagen komplett vergriffen. Auch in Corona-Zeiten blieben diese Zahlen stabil. Es ist ein Angriff auf die Pressefreiheit am Campus. Es ist die wenige Macht, die dieses Gremium noch hat. Es ist erst der Anfang.

Zweiter Advent, 18 Uhr. Im Besprechungssaal der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät tagt die Arbeitsgemeinschaft (AG) Haushalt. Sie besteht aus zwei Delegierten jeder Fraktion, dem Referat für Inneres und dem AG-Leiter Florian Rappen. Im blauen Jackett führt er durch den Abend und achtet darauf, dass alle ihre Redebeiträge kurz halten. Florian bietet koffeinhaltige Getränke an und zückt Steckdosenleisten, bevor auch nur ein Laptop auszugehen droht. Die Runde sitzt – ihrem Namen gerecht – in einem Kreis, alle sollen gesehen und gehört werden. Die AG tagt unter dem Motto „Die Gedanken sind frei“.

Teures Personal

Es geht um die hohen Personalkosten, die der Stura vor der Studierendenschaft rechtfertigen müsse. Ein kontroverses Thema, da fast die Hälfte der Ausgaben für Personalkosten verwendet wird. Dass die Chefredaktionen der Medien einen Teil zu den Kosten beitragen, kommt da sehr gelegen: Die Rede ist von der „Anpassung der Chefredaktion an die Ehrenamtsstruktur“.

Übersetzt bedeutet das 0 Euro für den Chefredakteur – bei einer Stelle von derzeit 20 bezahlten Wochenstunden. Die Begründung fällt denkbar leicht – auch die Delegierten der AG Haushalt sitzen Tag und Nacht im Büro. Alles ehrenamtlich.

Der Entwurf ist ein Angriff des gesamten Gremiums: egal, ob links-emanzipatorisch oder konservativ

Politische Gremienarbeit ist meist ehrenamtlich. Ihre Bezahlung erfolgt immateriell – als politische Macht. Der Stura entscheidet über einen Haushalt von über 400.000 Euro. Wenn Unsummen an Steuern nachgezahlt werden müssen, weil in den letzten Jahren unwirtschaftlich gehandelt wurde, kann das Gremium einfach entscheiden, das am längsten laufende Projekt der Uni Jena – namentlich das Akrützel – einzustampfen.

Samuel Ritzkowski, Sprecher des Zusammenschlusses aller Fachschaften, bezeichnet das Akrützel in der Sitzung der AG Haushalt als Spaßmedium und offenbart damit das Verständnis von Pressefreiheit in weiten Teilen des Gremiums. Keine Studierende – ausgenommen die MdStura, wie die stolze Instagram-Bio vieler Mitglieder sie bezeichnet – hört sich freiwillig eine sechsstündige Sitzung an. Das muss auch nicht sein. Dafür gibt es die Medien. Sie berichten, wenn es eigentlich um Einzelpersonen und nicht die Interessen aller Studierenden geht. Ein Wegfall dieser Struktur gleicht einer Zensur.

Eine Lösung, die keine ist

Letztendlich spricht sich die AG Haushalt dafür aus, eine Doppelspitze beim Akrützel und Campusradio einzuführen. Beide Stellen sollen monatlich 450 Euro bekommen. So soll die tarifrechtliche Bezahlung umgangen werden, für die der Stura selbst jahrelang eingetreten ist. Die AG Haushalt degradiert die Stelle der Chefredaktion zum Minijob, neben dem ein Vollzeitstudium möglich sein soll. Dass das von den Medien nicht umsetzbar ist, wurde außer Acht gelassen. Ein Gespräch im Vorfeld hätte das zeigen können.
Nach der Streichung einer bezahlten Lektoratsstelle und der Auflagenkürzung soll in den nächsten Wochen über den nächsten Einschnitt in die Arbeit des Akrützel abgestimmt werden. Sollte dem Vorschlag der AG Haushalt zugestimmt werden, bedeutet das einen massiven Angriff auf die Freiheit der Presse am Campus. Ein Angriff vom gesamten politischen Studierendengremium. Egal, ob links-emanzipatorisch, unabhängig oder konservativ.

Herzlich: Die Redaktion.

Kommentare

14 Antworten zu „Muff von 30 Jahren“

  1. Florian Rappen

    Ihr sagt – in der AG säßen satzungsgeile Langzeitstudenten. Wer ist damit gemeint und woher wisst ihr, wer von den Anwesenden Langzeitstudiengebühren zahlt. Mir ist davon niemand bekannt.

    1. Herr Rappen, ich würde Ihnen raten zu versuchen, außerhalb der Universität Fuß zu fassen. In ihrem Alter ist der Berufseinstieg sicherlich nicht sehr leicht aber es erweitert den Horizont ungemein. Schließlich ist der größte Fisch in einem kleinen, dreckigen Teich auch nur ein Goldfisch im Meer. Ich bin mir sicher, sie sind sich dessen bewusst. Deshalb diese Angst in ihren Handlungen. Geben Sie nicht auf. 30 ist das neue 20!

      1. Der beste Beitrag hier. Danke, Markus. <3

    2. Niklas Benecke

      Haben Sie auch inhaltlich was auszusetzen oder eine Rechtfertigung für die Kürzung der Mittel für unabhängigen Jornalismus abzugeben, oder wollten Sie bewusst exakt das vorführen, was der Hochschulpolitik so häufig im Weg steht: Wortklauberei und persönliche Fehden?

  2. Das ist kacke. Aber ich habe nie verstanden, warum ihr euch 100% von der Uni finanzieren lasst. Ich als ehemaliger FSUler wäre bereit Euch 2 € im Monat auf Patreon zu geben, und ich bin sicher viele andere würden das auch machen. Wenn Ihr Euern Webauftritt aktualisiert und Euch mehr in Richtung einer Online-Zeitung wandelt, dann wärt ihr auch deutlich unabhängiger von der Auflage des Drucks. So könntet ihr auch über die FSU hinaus mit Euren Artikeln relevant werden und das motiviert wiederum Autoren für Euch zu schreiben.

    Das bedeutet nicht, dass Ihr Euch nicht gegen die Kürzungen wehren solltet, aber eine gut nutzbare Online-Ausgabe habe ich schon 2012 vermisst und mehr Unabhängigkeit und ein zweites finanzielles Standbein ist immer eine gute Idee.

  3. Auch hier zeigt sich wieder der Urschleim eines altbekannten Problems der Jenaer Hochschulen: Sie liegen in Thüringen. In seriöseren Bundesländern gäbe es neben dem AStA ein StuPa, das den Allmachtsphantasien satzungsgeiler Langzeitstudenten Einhalt gebieten könnte. Schnell würde offenkundig werden, wer im Sinne der Studentenschaft gute Gremienarbeit leistet und wer ihnen nur beiwohnt, um 500 Euro Langzeitstudiengebühren je Semester und einige gute Ausreden zu sparen.

    Ich kann Ihnen, liebe Menschen vom Akrützel, nur wünschen, dass sie es schaffen! Und wenn es bloß ist, damit das Dasein als Bummelstudent nicht nur denen offensteht, die es sich leisten können und denen die Gremienarbeit die Möglichkeit der privaten Haushaltssanierung öffnet.

    1. …deshalb ist doch aber nicht das Bundesland “unseriös” – was ist denn das für ein Unfug?

    2. Hallo erstmal.
      Wo hast du diese Information her, dass es in Thüringen keine AStA oder StuPa Strukturen geben kann/darf?
      So wäre es mir neu, dass das ThürHG etwas darüber aussagt. Ich finde nur aussagen, wie
      § 79 ThürHG (2) Die Studierendenschaft verwaltet ihre Angelegenheiten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen selbst.

      Weiter scheinst du auch sehr daran zu glauben, dass man durch Mitarbeit im StuRa von Langzeitstudiengebühren für immer befreit ist. Dies ist nämlich ein komischer Irrglaube den irgendwie einige haben. Die Immatrikulationsordnung der FSU regelt, dass man nur 2 Semester (maximal 3) befreit werden kann. Von diesem Recht machen meines Wissens nach auch die Chefredakteure gebrauch, da sie ja auch keine Langzeitstudiengebühren zahlen wollen. Weiter würde ich behaupten, dass die Anzahl von Personen im StuRa die über der Regelstudienzeit sind, recht gering ist. Aber dies sind wohl auch Details für die sich das Akrützel nicht interessiert.

      Da ich gerade auch einen sehr langen Text schreibe kann ich ja noch mal ein paar Zahlen nennen, denen das Akrützel in diesem Artikel (wahrscheinlich bewusst) aus dem weg gegangen ist. Die beiden Chefredakteure (Akrützel und Campusradio) kosten dem StuRa pro Jahr etwas über 10% (ca 42000 €) des gesamten Haushalts. Dabei sind Dinge wie Druck und Porto (damit es durch ganz Deutschland geschickt wird) nicht eingerechnet. Weiter ist der Vorschlag vom StuRa zwei Chefredakteur Stellen pro Medium (für 450€/Monat) einzuführen (also aus 2 werden 4 Stellen) was in diesem Artikel nicht rüber kommt. Dies ist besonders, da bisher nur der jeweilige Chefredakteur bezahlt wurde und der ganze Rest von der Redaktion ehrenamtlich gearbeitet hat.

      Der StuRa hat insbesondere wegen extremen Steuernachzahlungen dieses und nächstes Jahr extreme finanzielle Probleme und es wird an sehr vielen Stellen gekürzt. Dies trifft nicht nur das Akrützel sondern auch viele andere Bereiche wie die Referate, die sehr stark gekürzt werden.
      In der ganzen Struktur von StuRa und FSRe wird man übrigens fast nie bezahlt. Wenn man sich also in FSRen einbringt wird man dafür in der regel nie Geld sehen, auch wenn die Studieneinführungstage oder viele studentische Projekte von genau diesen Personen kommen. Im StuRa bekommt man eigentlich auch nur als Vorstand Geld, was übrigens deutlich geringer ist als ein Chefredakteur. Dieser bekommt fast das doppelte vom Vorstand, auch wenn dessen Gelder auf 3 Personen aufgeteilt werden und man im Vorstand Rechtlich für alle Probleme in der Studierendenschaft verantwortlich ist.

      Zum Schluss kann ich ja noch ein paar interessante Berichte aus dem StuRa bringen, welche es wohl nie ins Akrützel schaffen werden, da sie mehr damit beschäftigt sind ein Narrative zu pushen als aus dem StuRa zu berichten.
      Es wird bald wieder ein Abend-Angebot in der Mensa geben.
      Es wird wohl Vergünstigungen bei Evita Rollern für Studierende geben (15%).
      Es wurden zwei FSRe (die sich seit Jahren nicht mehr gefunden haben) aufgelöst und die Studierenden anderen Fachschaften zugeordnet, s.d. diese wieder studentische Vertreter haben.
      Vor einiger Zeit wurde auch ein Vorstand und Finanzer gewählt, wodurch alles arbeitsfähig geworden ist. Meines Wissens nach, wurde ja nur von den Problemen dort berichtet aber nicht als diese gelöst wurden.
      Es gab eine Pressemitteilung wo sich der StuRa für mehr hybrid Lehre einsetzt.

      1. Akrützel

        Hallo Leif,

        wir verstehen, dass der Stura Kürzungen planen muss. Das haben wir in mehreren Stura-Sitzungen auch deutlich gemacht. Wir wollen nicht unbedingt am verhältnismäßig hohen Gehalt festhalten. Die Doppelchefredaktion ist aber in unseren Augen nicht umsetzbar. Wir brauchen eine Stelle, die zeitlich und finanziell unabhängig arbeiten kann, um die ehrenamtliche Arbeit zahlreicher Redakter:innen zu gewährleisten.

        Bevor dieser Plan in den Raum geworfen wurde, hätten wir uns gefreut, wenn wir gefragt worden wären. Wir können die Arbeit schließlich am besten einschätzen. Zwei Stellen pro Medium sind insofern nichts besonderes, als dass dadurch die Arbeit nicht mehr möglich ist.

        Vielen Dank für die Berichterstattung aus dem Stura. Wir berichten in den Meldungen auch häufig über aktuelle Entwicklungen in Mensa, Gremium und Co. Über die Vorstandswahl und die Wahl des neuen HHV haben wir aufgrund der Dringlichkeit sogar tagesaktuell auf Instagram berichtet. Ansonsten konzentrieren wir uns eher auf die Erstellung des Hefts, das in der Vorlesungszeit in der Regel alle zwei Wochen erscheint.

  4. Das alte leidige Thema. Seit es den Stura und die Medien gibt, wird immer wieder versucht, diese bei unliebsamer Berichterstattung zu sanktionieren. Die Liste ist ewig. Das Prinzip der Pressefreiheit und unabhängiger Berichterstattung, scheint auch in akademischen Gremien immer noch nicht verstanden worden zu sein. Dabei sollte sich der Stura bewusst machen, dass es nicht sein Geld ist, sondern er es nur verwaltet. Sollte er die Campusmedien infrage stellen, dann sollte er eine Umfrage unter den Studenten machen, ob es sowas noch braucht. Sollte sich eine Mehrheit dafür aussprechen, dass man dies an einer Uni nicht braucht, dann schafft es ab. Ansonsten sollte der Stura einfach nur seinen Job machen und dafür sorgen, dass diese Projekte arbeitsfähig bleiben.

  5. Gute Frage und richtiger Ansatz! Ein Förderverein muss her!

  6. Hallo,

    ich kann sehr gut nachvollziehen, wenn es unangenehm ist plötzlich von solchen Ideen zu hören und wahrscheinlich einiges umbauen zu müssen. Es ist aber auch so, dass diese Idee als Vorschlag auf Haushaltsdebatten gesagt wurde zu denen ihr teilweise ebenfalls eingeladen wart.
    Es ist eine sehr schwierige Situation, wenn ihr nur von eurem Untergang bei weiteren Vorschlägen redet aber aber bei euren Vorschlägen andere Strukturen auf die gleiche Weise untergehen müssten. Dabei ist es auch nicht hilfreich, wenn dann noch Artikel wie dieser kommen, wo ihr solche Vorschläge als “Willkür gegenüber dem einzigen Beobachter” darstellt und mehr Zeit damit verbringt Florians aussehen/auftritt zu beschreiben als die wirklichen Gründe für diesen Schritt zu nennen. Weiter ist es auch sehr falsch die Medien an der Uni als einzige Beobachter darzustellen, da auch Fachschaften und FSR-Kom dies tun und teilweise auch einen gewissen druck ausüben können.

    Ich kann aber auch noch ein paar konstruktive Vorschläge nennen. So wäre es doch auch denkbar die Doppelspitze so umzusetzen, dass sich die Chefredakteure mit den Ausgaben abwechseln und so einer nur jede zweite Aussage betreuen muss. Damit sollte der Arbeitsaufwand stark sinken. Ein solches System ist auch sicherer gegenüber unvorhersehbaren Problemen, da es immer problematisch ist, wenn alles an einer Person hängt.
    Weiter frage ich mich auch immer wie sehr wir eigentlich so viel print brauchen. Es wäre doch auch möglich die Beiträge mehr online in Rubriken zu veröffentlichen, da man so nicht von einem Heftmuster beschränkt ist und aus meiner sich heutzutage sehr viele alles lieber online lesen. Über Social-Media kann man auch, wie beim Tagesschau-bot, viele kleine Berichte bringen. Falls ihr wollt, sollte auch eine Rundmail an alle Studierenden möglich sein, wo man genau solche online Angebote bewirbt.

    Das gleiche gilt auch für das Campusradio. So wurde doch zugegeben, dass zu den Sendezeiten kaum eine Person Zeit hat, was ich bei einem Radio doch komisch finde. Aus meiner Sicht muss man nicht so sehr an so alten Ideen (z.B. Zeitplan) und Systemen festhalten sondern sollte sich nach Möglichkeiten umsehen, um mehr Studierende zu erreichen. Sei es andere Zeiten probieren oder das sehr beliebe Medium eines Podcasts machen. Es ist doch für alle Schade, wenn das Radio kaum Zuhörer hat aber dann muss man sich eben überlegen, wie man mehr bekommen kann.

    P.S. Wenn ihr mehr als Berichter/Beobachter des StuRas wahrgenommen werden wollt, wäre es auch meiner persönlichen Sicht gut, wenn weniger Zeit eines Artikels über einen Kleidungsstil oder framing von Mitgliedern geredet wird und man sich mehr auf gute/schlechte Beschlüsse aus dem StuRa konzentriert. Als positives Beispiel würde ich “Verantwortungsloser FSU-Stura” anbringen, da hier weniger mit Diffamierungen gearbeitet wurde und ihr auch recht informative die Problematik erklärt habt.

  7. Ach Leif, gegen wen argumentierst du hier? Du weißt selbst, dass Florian ein Geschwür an dieser Universität ist. Vielleicht hätte man ihm lieber Zuwendungen vonseiten der Studierendenschaft versagen sollen, hat er doch privat an bezuschussten Partys verdient. Und dass dem Akrützel und allgemein den Medien schon häufiger Mittel gestrichen worden sind, obwohl diejenigen MdStura, die sich die Redaktionsarbeit haben erläutern lassen, eingesehen haben, dass sowohl die bezahlte Stelle (dem Aufwand und der Qualität geschuldet) als auch die Auflage (angesichts der Beliebtheit und vermutlich auch Notwendigkeit als vierte Gewalt) gerechtfertigt sind, zeigt, dass es eine Tradition im StuRa gibt eher das eigene ideologisch-verfestigte Weltbild denn Fakten und sachverständige Auskünfte zur Handlungsgrundlage zu erkiesen. Der Studierendenrat hat die Studierendeninteressen zu vertreten. Macht bitte eine Umfrage (oder lasst die Medien eine machen); ich bin gewiss, sie wird zeigen, dass die deutliche Mehrheit der Studierenden anders über die Rolle der Campusmedien denkt als die MdStura. Was das bedeutet, brauche ich einem MdStura, das Mathematik studiert, nicht zu erläutern. Und selbst wenn es ein Spaßblatt wäre: die Öffentlich-Rechtlichen sind inzwischen auch 70% Bespaßung. Das passt mir nicht, aber ich möchte deshalb auf keinen Fall, dass ihnen die Mittel gekürzt werden. Dieser Vergleich hinkt nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert