Der Stura wird konservativer

Wechsel im Stura: Der RCDS kann sein Ergebnis mehr als verdoppeln, während die Grünen gar nicht mehr antraten und die Linken viele Sitze verloren. Die Wahlbeteiligung sank erneut.

Von Tim Große

Vom 14. bis zum 23. Juni konnten die Studierenden entscheiden, wer sie ab dem Wintersemester in den Gremien der Universität vertreten soll. Diskussionen gab es währenddessen über unerlaubte Wahlwerbung des Liste Aktiv, engagiert und motiviert auf dem Frietival.

Die Ergebnisse im Detail:

Studierendenrat

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) wird stärkste Kraft (13 Sitze), gefolgt von der Emanzipatorischen Linken Liste (4 Sitze), der Juso-Hochschulgruppe (3 Sitze) und der Liste für amöboide Bewegung (3 Sitze). Damit haben die Ellis ihren Status als stärkste Kraft im Stura eingebüßt und fünf Sitze verloren. Die im letzten Jahr zweistärkste Grüne Liste trat derweil gar nicht mehr an. Größter Gewinner ist der RCDS, der vorher nur fünf Sitze hatte und acht dazu gewann. Die Liste, AEM, Liste 42, Liste 84, \begin{itemize} und die Linksliberale Liste (LiLi) konnten ihre Sitze verteidigen. Liste 3 (2 Sitze) und Liste 2 und Roter Campus (jeweils 1 Sitz) sind neu im Stura dabei.

Die Wahlbeteiligung sank im Vergleich zum letzten Jahr auf etwa 16 % und damit auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Onlinewahlen vor drei Jahren. Die Fachschaft mit der höchsten Wahlbeteiligung war Ur- und Frühgeschichte mit 31,7%, die niedrigste war Deutsch als Fremd- und Zweitsprache/Interkulturelle Wirtschaftskommunikation mit 8,1 %.

Anzahl der Sitze im neuen Stura. Grafik: Ariane Vosseler

Senat

Im Senat, dem zentralen Gremium der Uni, werden die Studierenden durch vier Mitglieder vertreten, zwei für die Fakultäten der Medizin, Mathematik und Naturwissenschaften und zwei für die Geistes- und Sozialwissenschaften.

In den Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Fakultäten trat keine linke oder grüne Liste an, weshalb diese beide Sitze aus dem Vorjahr verloren. Der RCDS lag auch hier deutlich vor AEM und der Hochschulgruppe Volt, somit übernimmt Marcus Wolf einen Senatorplatz. Der andere Sitz geht an die zweitstärkste Liste AEM mit Inga Glökler.

In den Fakultäten für Medizin, Mathematik und Naturwissenschaften trat auschließlich der RCDS an, und hat somit dreiviertel der Sitze im Senat inne. Hier werden die Studierenden nun von Leah Kanthack und Sophie Köhle vertreten.

Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 17 %.

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