63 Döner pro Semester

von Julian Hoffmann

221 Euro und 67 Cent. Dafür bekäme man entweder ein winziges WG-Zimmer am Stadtrand oder immerhin 63 Döner: Wofür wird unser Semesterbeitrag eigentlich genutzt?

36% Semesterticket Nahverkehr (79,10 Euro)

Knapp 80 Euro gehen vom Semes-terbetrag an Nahverkehrsunternehmen, die im VMT-Bereich, also in Mittelthüringen, die Studenten hin- und herkarren. Das kostet nur das Vorzeigen der Thoska im Fall einer Kontrolle. Zumindest wurde das bisher so gehandhabt, allerdings soll jetzt ein elektronisches Ticket für den Jenaer Nahverkehr auf der Thoska eingerichtet werden, das fälschungssicherer sein soll. Das heißt, dass die Kontrolleure in Bussen und Straßenbahnen in Jena die Karten mit einem elektronischen Gerät checken werden. Dabei soll nur die Gültigkeit des E-Tickets geprüft werden, andere Daten bleiben den Kontrolleuren im Sinne des Datenschutzes verborgen. Über die Einführung des E-Tickets muss laut Stura-Vorstandsmitglied Jonas Krüger noch final vom Studierendenrat der FSU abgestimmt werden.
Weiterhin verhandelt der Stura mit dem Jenaer Nahverkehr über den Preis für die kommenden Semester. Genauer: über die Berechnung des Preises. Denn bisher war das Semesterticket an den Preis der Schülerkarten in Jena gekoppelt. Das Nahverkehrsunternehmen möchte die nach eigenen Angaben vermehrte Nutzung des Studententickets mit in die Berechnung einbeziehen.

31% Studierendenwerk (69 Euro)

Für knapp 70 Euro bietet das Studierendenwerk Mahlzeiten in Mensen und Wohnplätze zu studentisch verträglichen Preisen an. Außerdem sind zahlreiche Beratungsleistungen inbegriffen, zum Beispiel Tipps, wie man an Bafög kommt.

30% Regionalzüge in Thüringen (66,57 Euro)

Die Nutzung der Regionalzüge in Thüringen kostet jetzt pro Student und Semester knapp 67 Euro. Im Sommersemester vergangenen Jahres gab es eine Urabstimmung, in der die Studenten der FSU und EAH mehrheitlich für ein Verbleiben des Semestertickets stimmten, nachdem die Bahnunternehmen eine Erhöhung gefordert hatten.

3% Stura-Beitrag (7 Euro)

In jedem Semester bekommt die Studierendenschaft 7 Euro aus den Semesterbeiträgen. Dieses Geld geht zu einem Teil an die Fachschaftsräte, einen weiteren Teil nutzt der Stura für Referatsarbeit, Aufwandsentschädigungen und Personalkosten. Allerdings könne laut Sturavorstandsmitglied Jonas Krüger der
Stura damit auf Dauer seine Aufgaben nicht umfassend erfüllen, weswegen es seit 2013 einen Rechtstreit mit der Uni gibt, in dem der Stura eine Erhöhung auf acht Euro verlangt. Bislang wird diese Erhöhung aber unter Verweis auf Rücklagen verweigert. Jonas kontert, dass der Stura diese Rücklagen brauche, um eine kontinuierliche Bezahlung der Angestellten sicherzustellen.

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