Kurz mit Katrin auf dem Campus

Interview: Undine von Lucadou | Foto: Adam Schlüssler

Besuch aus Berlin auf dem Ernst-Abbe-Platz in Jena: Mittwochmittag konnten Studenten auf die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, treffen, die zusammen mit der Grünen Hochschulgruppe ein Quiz veranstaltete. Das Akrützel hat nachgefragt, wie die Bundespolitikerin zu Jena steht und wie oft sie die Studentenstadt besucht.

Warum sind Sie heute in Jena?

„Ich bin in Jena, weil es ein Teil von Thüringen ist. Gerade in diesen Zeiten ist es unsere Aufgabe, vor Ort mit Leuten über das zu reden, was gerade politisch wichtig ist. Ich merke, das interessiert sehr viele. Man könnte zwar eine Abendveranstaltung organisieren, aber mittags vor die Mensa bleiben Leute hängen und dann redet man über Plastik, über Ökologie und Ökonomie, Inklusion und anderes.“

Was sind die Themen, die am häufigsten angesprochen werden?

„Ökologie spielt eine große Rolle, natürlich aber auch die Frage nach dem Populismus: Was ist eigentlich los in unserem Land, dass Fake News so einen großen Einfluss haben? Das beschäftigt viele Leute. Wenn man vor der Uni steht, wird Bildungspolitik zum Thema: Warum ist sie eigentlich so ungerecht? Warum müssen Leute jobben, um ihr Studium zu finanzieren?“

Werden Fragen gestellt, die die Lokalpolitik in Jena betreffen?

„Nein. Das hängt sicher damit zusammen, dass ich Bundespolitikerin bin. Daher ist es eine schöne Gelegenheit, über das Grundsätzliche und große Ganze zu reden. In der Vergangenheit ging es häufig um Detailfragen aus dem unmittelbaren Umfeld. Die Zeiten sind politischer geworden.“

Die Grünen in Jena sind derzeit noch an der Erarbeitung ihres Wahlprogramms für die Kommunalwahl 2019. Was sehen Sie als die wichtigsten politischen Ziele?

„Auf der einen Seite wird es immer weiter um die Frage der Energiepolitik gehen. Auf der anderen Seite ist Jena eine wachsende Stadt und deswegen ist die Frage ganz zentral, wie wir qualitativ gute Kinderbetreuung schaffen. Und drittens: Ist die Stadt wirklich fahrradfreundlich? Wie können wir das verbessern? Ich bin selbst sehr gespannt auf das Kommunalwahlprogramm.“

Was ist Ihr persönlicher Bezug zu Jena?

„Ich bin total gerne hier und das auch regelmäßig. Ich lebe in Berlin und Erfurt; das ist jetzt wirklich nicht weit. Deswegen bin ich mindestens einmal im Monat hier und weiß auch, welches Café ich am meisten mag und wo ich am liebsten spazieren gehe.“

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