Mystischer Jazz

Text: Charlotte Wolff

Das Portico Quartett. Die Kulturarena am letzten Donnertag.

Schlagzeug, Klavier, Kontrabass, Saxophon und Hang zusammen in einer Band. Eine ungewöhnliche Mischung

zudem mit Elektronik und Synthesizer ergänzt. Doch genau das macht die britische Band Portico Quartett zu ihrem Markenzeichen. Die ungewöhnlichen Klänge waren am 19. August in der Kulturarena zu hören. Der Theatervorplatz war gut gefüllt, etwa 850 Zuhörer tummelten sich dort. Auf den Bänken sitzend, dahinterstehend oder auf dem Weg sich ein Bier zu holen.
Während der Anfang des Konzertes noch etwas eintönig wirkte – die Musik lief vor sich hin und veranlasste doch den einen oder anderen Zuhörer zu einem rhytmischen Kopfnicken – steigerte sich die Band. Zunehmend waren die Songs auch von Themen durchzogen, die die Lieder abwechslungsreicher und individueller gestalteten. Die letzten drei Lieder ermunterten sogar einige zum Tanzen und lockten aucheinen Teil des sitzenden Publikums von den Bänken.
Die Musik des Portico Quartetts schwebt zwischen Electro und Jazz. Dabei bringt vor allem das Saxophon die jazzigen Elemente, dicht gefolgt vom elektronischen Kontrabass. Die Hang wiederum scheint gar nicht in dieses Genre zu passen. Doch vielleicht erreicht das Quartett gerade dadurch seine besondere Stellung. Ein mystisch-sphärischer Klang, der sich zwischen Jazz und Elektro mischt und beides verbindet.
Für die Besucher des Abends lohnte sich der Besuch auf jeden Fall. Das zeigte sich nicht zuletzt in der Enttäuschung vieler, als das Konzert nach schon knapp anderthalb Stunden endete. Gerade als die Hörer immer mehr gefangen waren von der Musik. Doch vielleicht war genau das die Absicht der Künstler. Denn wie heißt ein altes Sprichwort so schön? Mann soll aufhören, wenn es am schönsten ist.

 

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