Travis bei der Kulturarena: Jena, come closer!
Der Frontmann Fran Healy konnte spätestens ab der Mitte des Konzertes die Zuschauer in Jena begeistern. Foto: Christoph Worsch

Der Frontmann Fran Healy konnte spätestens ab der Mitte des Konzertes die Zuschauer in Jena begeistern. Foto: Christoph Worsch

von Christoph Worsch

„Manche Lieder kennt man ja aus dem Radio, aber ob es dann von Travis ist, dass weiß man eigentlich nicht so wirklich.“ Ein Satz, der nach dem Konzert von Travis am vergangenen Donnerstag in Jena in der Zuschauermenge fiel. Nicht besser kann die Stimmung an diesem Abend beschrieben werden. Da war sie nun, diese „Weltband“ in der beschaulichen Saalestadt. Und lang hat es gedauert, ehe sich Musiker und Publikum wirklich nah kamen. Travis, irgendwie kennt sie jeder. Songs wie Sing oder Why does it always rain on me sind nicht weniger bekannt, als das zu Tode gespielte Wonderwall von Oasis. Aber Travis sind anders, keine laute Rockband und weit entfernt von den Stadionhymnen Coldplays. Wie weit inzwischen, kaum besser hätte es der Song Reminder aus dem 2013er Album Where you stand zeigen können. Da stand Frontmann Fran Healy nun auf der Bühne mit grauem Rauschebart, wie ein alter weiser Mann in seinem Schaukelstuhl und sang über Ratschläge an seinen Sohn. Die Band, die nie laut und schreiend war, ist noch ruhiger, vielleicht einfach zufriedener geworden.

Plätscherte dieses Konzert dann einfach vor sich dahin? Nein, keineswegs. Spätestens ab dem Mittelteil mit den typisch melodischen Travissongs wie Side konnte keiner der gut 2200 Zuschauer mehr dem Charme der Schotten entfliehen. So kamen sich Publikum und Band gerade im Song Closer sprichwörtlich näher. Ein freundschaftliches Gefühl schwappte durch die Arena und mündete in der Zugabe, die sehr viele glückliche Gesichter zurück ließ.
Travis in Jena – sicher nicht das beste Konzert der letzten Kulturarenajahre, aber ein doch sehr gelungener Abend.

Foto: Christoph Worsch

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