DASS BLATT in Bedrängnis

Wie die neugegründete Campuszeitung an der Bauhaus-Uni schon nach der ersten Ausgabe nicht mehr gedruckt werden darf.

von Isabella Weigand

Dass Blatt im klassischen Design und mit kritischem Inhalt | Foto: Leos Olpp

Ganz Deutschland feiert Bauhaus100 und die Bauhaus-Uni gibt sich alle Mühe, daran teilzuhaben und sich selbst darzustellen. Angefangen mit dem neuen Campus, für welchen unter starkem Protest der Studierenden der Gründungsbaum der Fakultät Kunst und Gestaltung weichen musste, bis zum Bauhaus-Fest Republik der Geister, das so dreifarbig und richtungslos daherkam, dass für alle etwas dabei war. Das Fest markierte Mitte April das erste Veröffentlichungsdatum von Dass Blatt mit einer Auflage von etwa 300 gedruckten Exemplaren.
Die unabhängige Redaktion, bestehend aus Studierenden der Bauhaus-Uni, will anonym bleiben, ein Interview konnten wir ihnen dennoch abringen. Ihre Identität möchten sie nicht preisgeben, da es schwerfalle, an ihrer sehr kleinen Uni und in der Kleinstadt Weimar Meinungen öffentlich kundzutun. Da habe jede Äußerung Konsequenzen, „denn vor allem Studierende und Professoren befinden sich hier in einem Abhängigkeitsverhältnis, sie stehen sich manchmal sehr nah.“

Das Mitspracherecht der Studierenden sei zwar durch Gremienstrukturen gegeben, funktioniere aber häufig nicht gut. Deshalb hat sich Dass Blatt zum Ziel gesetzt, „mehr Kommunikation unter den Studierenden und anderen Statusgruppen der Uni zu ermöglichen und einen politischen und sozialkritischen Austausch zu etablieren, der über die Unipolitik hinaus in den Stadtraum geht.“ Das Bedürfnis danach sei sehr groß geworden, denn für die erste Ausgabe habe es eine Vielzahl an Einsendungen gegeben: Von einer satirischen Todesanzeige über ein Drehbuch bis zu gut begründeten Meinungstexten wurden alle eingegangenen Beiträge veröffentlicht, denn das Team der Hochschulzeitung sieht sich als Kurator von Meinungen.
Der Grundtenor der ersten Ausgabe, der sich durch viele Texte zieht: Was ist das heutige Bauhaus? An diese Frage soll auch im zweiten Dass Blatt angeknüpft werden. So wurde der Open Call unter den folgenden Leitfragen veröffentlicht: Wie stellt ihr euch eine Bauhaus-Uni der Zukunft vor? Wofür sollte ein Bauhaus der Gegenwart einstehen? Dass Blatt solle auch ein Experimentierfeld sein mit der einzigen Einschränkung, dass „keine rechten Texte“ abgedruckt werden. Nach der ersten Ausgabe kam allerdings noch eine zweite Regel dazu: keine Diffamierung von einzelnen Personen. Die satirische Todesanzeige für einen Professor habe für viel Kritik gesorgt. Der Leiter der Druckwerkstatt an der Bauhaus-Uni, Jörg von Stuckrad, erhielt vom Dekan der Fakultät Kunst und Gestaltung die Empfehlung, Dass Blatt nicht noch einmal zu drucken: „Es gibt kein offizielles Verbot. Aus persönlichen Gründen, auch weil zu viel Wind darum gemacht wird, habe ich auch entschieden, es lieber nicht noch einmal zu produzieren.“
Zur Summaery, der Jahresausstellung der Bauhaus-Uni Mitte Juli, wird Dass Blatt dennoch erscheinen mit Beiträgen von Studierenden, Mitarbeitern und Professoren.

Die unabhängige Redaktion, bestehend aus Studierenden der Bauhaus-Uni, will anonym bleiben, ein Interview konnten wir ihnen dennoch abringen. Ihre Identität möchten sie nicht preisgeben, da es schwerfalle, an ihrer sehr kleinen Uni und in der Kleinstadt Weimar Meinungen öffentlich kundzutun. Da habe jede Äußerung Konsequenzen, „denn vor allem Studierende und Professoren befinden sich hier in einem Abhängigkeitsverhältnis, sie stehen sich manchmal sehr nah.“

Das Mitspracherecht der Studierenden sei zwar durch Gremienstrukturen gegeben, funktioniere aber häufig nicht gut. Deshalb hat sich Dass Blatt zum Ziel gesetzt, „mehr Kommunikation unter den Studierenden und anderen Statusgruppen der Uni zu ermöglichen und einen politischen und sozialkritischen Austausch zu etablieren, der über die Unipolitik hinaus in den Stadtraum geht.“ Das Bedürfnis danach sei sehr groß geworden, denn für die erste Ausgabe habe es eine Vielzahl an Einsendungen gegeben: Von einer satirischen Todesanzeige über ein Drehbuch bis zu gut begründeten Meinungstexten wurden alle eingegangenen Beiträge veröffentlicht, denn das Team der Hochschulzeitung sieht sich als Kurator von Meinungen.
Der Grundtenor der ersten Ausgabe, der sich durch viele Texte zieht: Was ist das heutige Bauhaus? An diese Frage soll auch im zweiten Dass Blatt angeknüpft werden. So wurde der Open Call unter den folgenden Leitfragen veröffentlicht: Wie stellt ihr euch eine Bauhaus-Uni der Zukunft vor? Wofür sollte ein Bauhaus der Gegenwart einstehen? Dass Blatt solle auch ein Experimentierfeld sein mit der einzigen Einschränkung, dass „keine rechten Texte“ abgedruckt werden. Nach der ersten Ausgabe kam allerdings noch eine zweite Regel dazu: keine Diffamierung von einzelnen Personen. Die satirische Todesanzeige für einen Professor habe für viel Kritik gesorgt. Der Leiter der Druckwerkstatt an der Bauhaus-Uni, Jörg von Stuckrad, erhielt vom Dekan der Fakultät Kunst und Gestaltung die Empfehlung, Dass Blatt nicht noch einmal zu drucken: „Es gibt kein offizielles Verbot. Aus persönlichen Gründen, auch weil zu viel Wind darum gemacht wird, habe ich auch entschieden, es lieber nicht noch einmal zu produzieren.“
Zur Summaery, der Jahresausstellung der Bauhaus-Uni Mitte Juli, wird Dass Blatt dennoch erscheinen mit Beiträgen von Studierenden, Mitarbeitern und Professoren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*