Fotograf auf Platzsuche

Man sollte meinen, das Akrützel habe nicht nur ein Konzept hinter den Texten, sondern auch eines, welches den Künsten der Fotografie gewidmet wäre … Immerhin finden sich pro Druckwerk mindestens ein Dutzend dieser Schöpfungen in Schwarz-Weißer Pracht.

Ich wurde allerdings schnell eines Besseren belehrt. So finden in den Räumlichkeiten der führenden Hochschulzeitung Jenas zwar jeden Montag blutige Scharmützel statt, wer denn nun welchen Text schreiben darf und wenn, wie viele Zeichen man dafür erhalten würde. Jedoch schweigt der ganze Raum jedes Mal, sollte auch nur das Wort “Bild” erwähnt werden.

Klar. Die Schreiberlinge haben Spaß an Texten. Geht es dann aber darum, sich vom Sofa aufzuraffen und Gedanken zu extravaganten Verbildlichungen zu sammeln, wird sich meist schnell zurückgezogen.

Als angehender Pressefotograf fühlte ich mich unter den Journaillen deshalb sehr schnell verloren. “Klar kannst du dich mit rein setzen, aber wirklich sinnvoll wird’s für dich erst in der dritten Woche”, sagte man mir. Und natürlich: den kleinen Schlachten zur Textvergabe zuzusehen, mag vielleicht unterhaltsam sein, Erfüllung bringt das auf Dauer allerdings nicht.

Am Ende der ersten Ausgabe hatte ich also zwei Dinge im Gepäck – einen einzelnen  Bild-Auftrag und revolutionäre Gedankengänge. Wozu das führt, werdet ihr hoffentlich bald sehen.

Bis dahin, Glück auf!

von Tim Baumberg
erschienen in der Ausgabe 453


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