Bläulich, manchmal rostig, stets rosig. Gerade, mit Belüftungsschlitzen, von Zwecken befreit.
Mehr brauchen wir nicht. Wir laufen fest. Keine Therapie. Sinn war dort nie zu finden, in jenen weltlichen, fragmentierten Begebenheiten. Wir sind aber in diesem. Im Hier. Am Ganzen, an der Rinne, der jenes Wort längst unwürdig ist. Dem nur scheinbar Teilenden der Johannisstraße, gleichwohl sublimierend.
Schritt-
Abwärts zu Gott. Unbekümmert von ihr, die mich nachts heimsucht. Mekan, Rewe, Milchmix sind fern, wenn ich sie hier passiere. Marktlogik gar. Die Reinheit lässt Klarheit zu. Transzendenz. Noch Adamistisches Flüstern trotz des Jentowers. Mein Kopf schwebt. Die Füße getragen. Getragen vom Blau. Blau, Blau wie Wasser. Metall der Tiefe und Höhe, hart wie Stein; Hermes gleich fliegend.
Flügelschlag. Ideenschwall, doch
Fragen ist falsch. Es bedarf Neues. Jenes Alte der Vernunft ziemt sich hier nicht. Sie tritt hier gar nicht auf, sie, die längst aus den Furchen Geratene, wo die Furche doch hier noch ist. Furche der Glut. Herzensglut. Nichts leitet mich in dieser Stadt wie dieses, meine Liebe, um deren Beschreibung ich hier ringe. Dieses, das erscheint als Metallgitter in der Johannisstraße, geradewegs verlaufend bis zum Hashtag, jenem Zeichen des Unheils.
Nun bin ich dort, am Ende, ich verlasse.
Meine Weltflucht liegt hinter mir: Ich biege ab und verliere selbst Augenkontakt. Unverbunden: Darf ich das? Hypostase. Abstrakte Negation. Mich wohlfühlen im Sinnvollen. Sinnentleerten. Im sinnentleerten Text. Selbst dessen objektiver Sinn noch unser Unheil bleibt. Im sinnvollen Text. Ist das Gottes Hohn auf mein Scheitern. Ich weine?
von Nathaniel Stegmann
erschienen in der Ausgabe 458
