Stura-Sitzung 10.02.2026

Die ganze Welt schaut in die verschneiten Berge von Cortina und erlebt sportliche Höchstleistungen. Nur ich nicht: Ich sitze beim Stura. Statt olympischen Gold gibt es hier nur müde Gesichter – und diesen Liveticker, den ich nur schreibe, damit ich nicht einschlafe. Und damit die Stura-Mitglieder auch nicht einschlafen, denn die lesen besonders aufmerksam mit. Liebe Grüße und viel Spaß!

Text von Dario Holz

21:35 Uhr

Mit Abstand gewinnt “Sonnengelb” – herzlichen Glückwunsch. Damit endet die Sitzung und auch mein heutiger Arbeitstag. Wir bedanken uns für Ihre Treue.

21:30 Uhr

Sitzungsfarbe! Auf Wunsch einer einzelnen Personen werden wir das Thema besonders ausführlich behandelnd. Zur Auswahl stehen heute:

RGB 67/0/0
PAF-Orange
Fri(e)da-Caramell
2C1709
Sonnengelb
Pyrite
Toms Vorschlag
Flieder
Mio-Mio Ginger Rot (es ist Lila gemeint)
Bengalo-Feuer Rot

Kommentiert gerne euren Favoriten.

21:20 Uhr

Noch immer ist sich der Stura uneinig, ob man dieses Thema jetzt besprechen müsse. Die Sitzungsleitung möchte in ihrer Verzweiflung den Telefon-Joker nutzten und den krankheitsbedingt fehlenden Antragssteller anrufen. Der davor genutzte Publikums-Joker brachte keine Erkenntnisse.

21:10 Uhr

Wir nähern uns langsam dem Highlight des Abends, der Besprechung der Sitzungsfarbe. Bis dahin geht jedoch noch um deutlich unwichtigere Themen wie Arbeitnehmer:innen-Rechte. Der Rest der Stura-Mitglieder will auch lieber gleich über die Sitzungsfarbe diskutieren, es wird deshalb vorgeschlagen, den aktuellen Tagesordnungspunkt “Solidarisierung UKJ” zu vertagen.

21:00 Uhr

Ich muss mich gleich zwei Mal bei Clara entschuldigen. Zuerst, weil ich ausversehen ihr Ladekabel aus der Steckdose gezogen habe. Außerdem spiele sie nicht Tetris, sondern “Blockblast“. Und wenn wir einmal bei Korrekturen sind: Akin behauptet, er habe sein Monstern-Energy nicht mit dem Sterni gemischt, sondern beide Getränke abwechselnd konsumiert. Wie glaubwürdig diese Aussgae ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

20:45 Uhr

Um die akute Durststrecke an berichtenswerten Dingen zu überbrücken, liefere ich wieder spannende Informationen zu den Menschen, die ihr, liebe Studierendenschaft, als eure Vertreter gewählt habt:

– Willi trägt heute einen lachsfarbenen Anzug.
– Clara spielt sei ca. 2 Stunden Tetris auf dem Handy
– Max Weber (ja, wie der Soziologe), hat es sich sehr gemütlich gemacht und beansprucht drei Stühle für sich
– Andreas kuschelt mit seinem Plüsch-Pinguin Jiji (sehr süß)
– Akin mischt Monster-Energy mit Sterni (Eine Kombination, die schon viele Studis durch langweilige Vorlesungen getragen hat)

20:30 Uhr

Der Stura verliert sich in seiner eigenen Bürokratie, alle sind verwirrt, irgendjemand soll gewählt werden. Mitglieder, als auch Gäste verlassen nach und nach die Sitzung. Besonders tragisch: Auch das Tablet, auf dem ich paralel Olympia schaute, verlässt mit den PoWis den Raum.

20:05 Uhr

Während die Ski-Springer:innen durch den italienischen Himmel fliegen, beschließt der Stura, die laufenden Verfahren nicht einzustellen.

20:01 Uhr

Mitteilung an den Herrn vom Stadtrat: Sie werden zeitnah zurückgerufen.

Warum ich hier als Mittelsmann der Sozialdemokraten missbraucht werde, ist mir unklar. Ist das die Rache für meinen Parteiaustritt?

20:00 Uhr

Ich würde gerne was witziges schreiben, aber die Sitzung ist durch eine Ernsthaftigkeit geprägt, die ich sonst nur kenne, wenn sich meine Eltern nach meinen Berufsaussichten mit Politik-Abschluss fragen.

19:50 Uhr

Trotz hoher laufender Kosten für die Studierendenschaft plädiert der Vorstand auf die Fortführung der Verfahren. Einmal, weil man diese gewinnen könnte – aber auch, weil man nicht den Eindruck machen möchte, man müsse nur gegen den Stura klagen und dieser gebe klein bei.

19:40 Uhr

Seit Jahren laufen Rechtsverfahren gegen den FSR WiWi bzw. dessen Förderverein, die jedes Jahr viel Geld kosten. Die Sache ist nicht ganz einfach, es geht um Geld, welches den WiWis zugesichert, dann aber nicht ausgezahlt wurde. Die WiWis finden, sie haben ein Anrecht auf dieses Geld, der Stura findet, aufgrund von Verfahrensfehlern hätte dies sowieso nicht sugezahlt werden können – so die Kurzfassung des Problems. Die laufenden Verfahren sind für den Stura teuer, manche verlor die Studierendenschaft bereits. Deshalb kommt nun die Forderung, alle Verfahren sofort zu beenden (interessanterweise von einer am Verfahren beteiligten WiWi-Studentin).

19:35 Uhr

Nachtrag: Florian Rappen lebt noch.

19:30 Uhr

So richtig durchblicke ich den Fall ehrlicherweise nicht, aber ein geschätzter Alumni-Akrützel-Chefredakteur findet die Sache skandalös. Wahrscheinlich hat er recht, es geht immerhin um über 4.000 €. Das ist fast ein ganzer Monat Frühstück im Scala – oder sehr sehr viele Döner für alle, die nicht über ein üppiges Chefredakteur-Gehalt verfügen.

19:15 Uhr

Gold für Deutschland – Geld für den Stura-Anwalt, der sich mit dem Nachlass von Florian Rappen (Frieta) befassen muss. Es wird stark diskutiert, da die Mittelfreigabe für die Anwaltskosten im Vorfeld gar nicht bestätigt wurde.

19:00 Uhr

Der PoWi-FSR möchte gerne auf Staatskosten Urlaub machen und beantragt dafür Geld beim Stura. Um richtig Druck zu machen, schickt das Rudel ihren Leitwolf, der den Antrag vorstellt. Leider musste er dafür auch sein Tablet zum Rednerpult mitnehmen, auf dem ich davor noch heimlich Olympia schauen konnte.

18:45 Uhr

Manchmal geschehen Wunder in Jena, die man nicht kommen sieht. Es kann Kaiserscharren auf dem Mensa-Menü sein; eine gute Sendung des Campusradio oder wie heute ein final angenommener Haushaltsplan. Gut, es wurde auch mit Hetzte gedroht, sollte man gegen den Haushaltsplan stimmen, aber egal. Das leidige Thema ist erstmal vom Tisch.

Abseits davon eine Mitteilung an die Sitzungsleitung: Sie sollen bitte den Herrn Stadtrat zurückrufen! (Der, dessen Namen nicht genannt wird)

18:40 Uhr

Es wird über neue Nutzungskonzepte der Rose (die wohl schließen muss) gesprochen. Ein bestimmt interessantes Thema, dem ich leider nicht folgen kann: Der Lüfter des Gaming-Laptops zwei Reihen vor mir ist zu laut, ich höre nichts anderes mehr. Welches Spiel auf dem Laptop läuft, ist leider nicht erkennbar.

18:30 Uhr

Akin Rosenkranz betritt mit selbstbewusster Lässigkeit und Sonnenbrille den Sitzungsraum. Ein Auftritt, der mir die Sprache verschlägt.

18:20 Uhr

Willi berichtet aus dem Senat und es ist tatsächlich spannend: Die neue Rahmenprüfungsordnung wurde mit Gegenstimmen der studentischen Vertreter beschlossen und ist somit ab nächstem Semester gütig. Wer sich nicht mehr erinnert: Die tausenden Prüfungsordnungen der Uni werden zusammengelegt und vereinen die Hits der 80er, 90er und eine Maximalstudiendauer.

18:15 Uhr

In gewohnter Unpünktlichkeit geht es natürlich noch nicht los. Willi macht sich noch Tee, die PoWis schauen Skispringen und in der Reihe vor mir werden sich Handyspiele heruntergeladen.

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