Ein hartes Pflaster

Neue Gesprächs-Konzertreihe des Collegium Europaeum Jenense

Fachleute fast unter sich: Moderatorin und Musikerin Christina Rommel umringt von den Podiumsgästen.
Fachleute fast unter sich: Moderatorin und Musikerin Christina Rommel umringt von den Podiumsgästen. Foto: Christoph Worsch.

Wenn man Johannes Strate nach seinem Rat für Nachwuchsmusiker fragt, antwortet er konventionell: „Emsig sein, Songs schreiben und Kontakte knüpfen.“ Doch es schwingt auch etwas anderes mit: Vorsicht. „Ich würde jedem raten, einen Plan B zu haben.“
Viele junge Musiker erhoffen sich ähnlich viel Erfolg wie der Sänger der Band „Revolverheld“ hat. Mit dem als Gesprächs-Konzert konzipierten Format „CollegiumJ. Die Bühne. Musik. Talk. Live“ will das Collegium Europaeum Jenense (CEJ) Medienexperten und Künstler vor Publikum zusammenbringen. weiterlesen…

Kulanzkonflikt

Ein Kommentar zum Umgang mit Finanzanträgen beim FSU-Stura

Der FSU-Stura hat sich erst während der laufenden CollegiumJ-Veranstaltung dazu entschieden seine Förderung von 500 Euro zurückzunehmen. Dies ist kein guter Stil. Mag sein, dass sich zwischenzeitlich neue Fakten ergeben haben, aber die Verfahrensweise mit dem Förderantrag für das „CollegiumJ“ zeigt, dass der FSU-Stura seinen Umgang mit externen Finanzanträgen dringend verbessern muss. weiterlesen…

Hure des Beelzebubs

Tim Burtons neuer Film „Dark Shadows“

Vampir und Hexe lassen nach dem Sex das Hotelzimmer in Trümmern zurück.
Vampir und Hexe lassen nach dem Sex das Hotelzimmer in Trümmern zurück. Foto: Warner Brothers.

Tim Burton, der geniale Horrormärchenonkel Hollywoods, hat jetzt einen Vampirfilm gemacht. Bleiche Gestalten, die mit ihren Fangzähnen an Hälsen hängen und den Zuschauern schon lang aus denselben heraus – kann man schon aus Protest doof finden. Tim Burton wollte nun eben auch mal ran an die Thematik. Inspiriert dazu hat ihn die Gothic-Soap „Dark Shadows“, die in den 60er und 70er Jahren in den USA lief. weiterlesen…

„Den Wert entdeckt“

Der Eisenacher Ballettchoreograph im Gespräch

Andris Plucis
Andris Plucis. Foto: Carola Hölting.

Andris Plucis ist Ballettchef im Theater Eisenach. Der Sohn lettischer Eltern, in Zürich geboren, in Österreich und England aufgewachsen, sprach mit Akrützel über sein aktuelles Stück, die Zukunft des Theaters und das Leben als Balletttänzer. weiterlesen…

Pistole auf der Brust

Landestheater Eisenach in Existenznot

Ausgetanzt? Mar Ameller und Shuten Inada bekommen möglicherweise bald ihre Kündigung.
Ausgetanzt? Mar Ameller und Shuten Inada bekommen möglicherweise bald ihre Kündigung. Foto: Carola Hölting.

Zwei Millionen Euro fehlen, um den Betrieb im Theater Eisenach weiter aufrechtzuerhalten. Zwei Millionen, die eine Stadt, die sich selbst als Bach- und Kulturstadt bezeichnet, nicht mehr aufbringen konnte. Die Verhandlungen liefen zäh. Zu sagen hatten viele etwas, nur Geld zur Rettung hatte bisher keiner. weiterlesen…

Between Hitler and Stalin

Interview with Professor Timothy Snyder

Professor Timothy Snyder in Jena.
Professor Timothy Snyder in Jena. Foto: Steffen Elsner.

Am 2. Mai war Timothy Snyder zu Gast im Kolloquium des Imre-Kertész-Kollegs. Er ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Yale University und veröffentlichte 2010 sein Buch „Bloodlands – Europe Between Hitler and Stalin“. Darin konstruiert er einen historischen Raum, der Polen, das Baltikum, Weißrussland, die Ukraine und Westrussland umfasst. Zwischen den 1930er Jahren und 1945 wurden 14 Millionen Menschen ermordet – im Holocaust, weiteren Genoziden und forcierten Hungerkatastrophen. Für sein Werk wurde Snyder auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse mit dem Preis für Europäische Verständigung ausgezeichnet. Für Akrützel nahm er sich vor dem Kolloquium Zeit.
Das Interview erschien in einer ins Deutsche übersetzten und gekürzten Fassung in der Akrützel-Ausgabe 307.

Why have you come to Jena?
I’m friendly with the people who started the Imre Kertész Kollegium, with WÅ‚odzimierz Borodziej. They and Norbert Frei have been inviting me to come and speak about the book.

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