Biene Maya

Das Theaterhaus inszeniert den Weltuntergang

Um Vergebung bittend.
Roland Emmerich bittet um Vergebung für seine Filme. Foto: Theaterhaus Jena.

Welches Datum ist heute? – Es ist der 21. Dezember 2012. Nach dem Maya-Kalender ist es der Tag des Weltuntergangs; nach „Bienen I“, einem Stück, das gegenwärtig am Theaterhaus Jena zu sehen ist, „ein Tag wie jeder andere“. Das Schauspiel bringt alles auf die Bühne, was die Welt so ausmacht: den Weihnachtsmann, Jesus, Sex und die Ziege. Und eben Bienen. weiterlesen…

Jeder Quadratmeter muss überdacht werden

Die Uni platzt aus allen Nähten – jetzt soll der Inselplatz bebaut werden

Nach zehnminütiger Parkplatzsuche ist das Fahrrad an eine Laterne auf dem Campus geschlossen. Horden von Studenten quetschen sich durch die Glastür in die Uni, vorbei an einer Schlange Urinierwütiger, die den Eingang blockiert. In Seminarräumen sitzen wissbegierige Studenten – auf Stühlen, Tischen, Heizkörpern und dem Boden. Die Luft wird knapp. Jemand nölt. weiterlesen…

Idylle auf dem Schrottplatz

Neugestaltung des Ernst-Abbe-Platzes

Wie sieht der perfekte Campus aus? Wie das Auenland, mit kleinen Hügeln, einem Teich und Schafen? Oder mit bunten Häusern, die sich in den Tälern verstecken? Wer das so sieht, sollte lieber nach Trier ziehen. Da ist der Campus schöner – aber dafür auch im hinterletzten Teil der Stadt. In Jena ist dafür wenigstens die Lage spitze und über eine Neugestaltung wird derzeit ebenfalls nachgedacht. Man ist sich zumindest sicher, wie der Campus auf dem Ernst-Abbe-Platz nicht aussehen soll: wie ein Parkplatz. weiterlesen…

„Überschaubare Zeiträume“

Ein Gespräch darüber, wie Unis Städte beeinflussen




Professor Max Welch Guerra.
Foto: Privat.

Max Welch Guerra ist Professor für Raumplanung und Raumforschung an der Bauhaus-Universität in Weimar. Er leitet dort seit 2008 den Studiengang Urbanistik. 2010 wurde er für die Trilogie „Stadtentwicklung und Kulturlandschaft Thüringen“ ausgezeichnet. Mit Akrützel sprach er über Stadtentwicklung, die Rolle der Politik und Jena.

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Die Verlierer des Tages

Ein Gespräch über eine Studie und ihre Veröffentlichung




Innenminister Friedrich zu Marietta Slomka im „heute journal“: „Diese Studie ist nicht aus meinem Haus herausgegeben worden.“
Foto: Standbild, zdf heute journal, 1. März 2012

Ein Forscherteam arbeitete im Auftrag des Bundesinnenministeriums drei Jahre lang an der Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“, die am Ende 762 Seiten umfasste. Das Boulevardblatt Bild bekam sie vorab und missbrauchte sie für eine tendenziöse Berichterstattung. Die Vermutung, dass das Ministerium die Studie an Bild weiterleitete, wurde erst nach unserem Interview mit Professor Wolfgang Frindte Gewissheit.
Als Inhaber des Lehrstuhls für Kommunikationspsychologie an der Friedrich-Schiller-Universität war er maßgeblich an der Studie beteiligt. Mit uns sprach er über die Ergebnisse, die Bestürzung im Team nach der Veröffentlichung und Medienwirkung.

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Die Milchmädchen-Million

Ein bezahlbares Semesterticket auf Zeit?




Vergänglicher Komfort: Noch sind es nur vier Kaffee weniger für sorgenfreies Busfahren.
Foto: Steffen Elsner

Nach vier Verhandlungsrunden über den Preis des Semestertickets für die Beförderung durch die Jenaer Nahverkehrsbetriebe herrscht nun Einigkeit. Um die Jenaer Bus- und Straßenbahnlinien zu benutzen, zahlen die Studenten fortan 58,50 Euro pro Semester. Die vereinbarte Erhöhung von vier Euro gilt allerdings nur für ein Jahr. Dieser temporären Lösung ging eine enorme Preiserwartung der Verkehrsbetriebe voraus. weiterlesen…