„Soll ich oder soll ich nicht“

Ein Entwicklungspsychologe über das Dilemma des Entscheidens

Das Gespräch führte Maria Hoffmann



Foto: FSU-Fotozentrum

 

 

Martin Pinquart ist Professor für Entwicklungspsychologie an der Uni Marburg. Zusammen mit Prof. Rainer Silbereisen von der FSU hat er sich in einem Forschungsprojekt mit den Entscheidungsschwierigkeiten in Bezug auf Familiengründung und Partnerschaft auseinandergesetzt.
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Zwischen den Fronten

Ehemalige Neonazis berichten über ihren Ausstieg aus der Szene

Von Jan-Henrik Wiebe



Studieren jetzt beide Philosophie an der FSU: Steven Hartung und Christian Weißgerber (v. l.).
Foto: Jan-Henrik Wiebe

Eine Schwarze Sonne ziert sein Bein, ein Symbol, das aus zwölf Siegrunen besteht. Sie ist nur manchmal zu sehen, wenn die kurze Hose beim Gehen nach oben rutscht. Wer nicht weiß, dass Christian Ernst Weißgerber früher aktiver Neonazi war, würde das Nazi- und SS-Symbol vermutlich kaum bemerken oder es für ein ganz normales Tattoo halten.

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Für das soziale Gewissen

Rechtsberatung für Studenten

Von Bastian Gebel




It‘s Hammertime: Die studentische Rechtsberatung hat gut zu tun.
Foto: Flickr.com/S_fALKOW

„Wo wollen Sie denn hin bei dem schönen Wetter?“, fragt eine sanfte Stimme vier im Halbschatten kauernde Studenten. Es ist schwül im Treppenhaus der Wagnergasse 26 und Norbert Plandor bittet wie jeden Donnerstag in der Vorlesungszeit zur Rechtsberatung in die Räumlichkeiten des Studentenwerks.

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Jena, ick liebe Dir

Teil 17: Geliebte Hässlichkeit

Von Susanne Veil



Nur ohne Palmen: Ein Hauch Miami in Thüringen.
Foto: Christoph Worsch

Wenn sich die glitzernde Autokolonne nachts, rechts rot und links golden, auf mächtige Neubaublöcke zuschlängelt und deren Hässlichkeit mich mit Tempo 100 förmlich anspringt, dann komme ich erst richtig an.

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Hinsetzen statt ausharren

Proteste gegen das Nazi-Festival „Rock für Deutschland“

Von Johanne Bischoff

Gegendemonstranten in Gera

Auch wenn die Blockaden in den vergangenen Jahren das Festival nicht verhindern konnten, gingen immerhin dessen Besucherzahlen zurück.
Foto: Aktionsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Jena

Gera hat ein Problem. Ein menschenverachtendes, lautes und braunes. Seit fast zehn Jahren pilgern Neonazis immer im Hochsommer in die Stadt, um sich beim Festival „Rock für Deutschland“, wie es seit 2005 heißt, in ihrer Gesinnung auch auf musikalischer Ebene bestätigen zu lassen. Die Besucherzahlen erreichten 2009 ihren Höhepunkt, als der ehemalige Landser-Sänger Michael Regener auftrat und ihm 5.000 Anhänger lauschten.
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Jesse in Jena

Der Extremismusforscher über das NPD-Verbot

Von Kay Abendroth

Prof. Eckhard Jesse

Prof. Eckhard Jesse schätzt die NPD als unbedeutend ein.
Foto: Maximilian Gertler

Er war maßgeblich daran beteiligt, für die von der Bundesregierung mittlerweile eingeführte Extremismusklausel den wissenschaftlichen Grundstein zu legen. Diese Klausel ist ebenso umstritten wie die Extremismustheorie, für die der Chemnitzer Politikwissenschaftler Prof.Eckhard Jesse steht. Er wurde nach Jena eingeladen, um im Rahmen des Tages der Politikwissenschaft am 7. Juni 2012 über die Frage zu sprechen, ob die NPD verboten werden soll. Die von der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützte Veranstaltung wurde vom Jenaer Prof. Torsten Oppelland eröffnet und moderiert.
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