Apokalypse mit Lichteffekten

Es ist Radikales zu erwarten. Martin Crimp, eine Größe des „In-yer-face“-Theaters aus den 90er Jahren, ist gemeinhin für Tabulosigkeit und die Gefühlslosigkeit seiner Figuren bekannt. Beim Besuch der Vorstellung  von Im Haus/Im Tal im Theaterhaus wird man jedoch eher mit Künstlichkeit konfrontiert, als tatsächlich mit Radikalität.

Von Sophie Albrecht

Im Haus/Im Tal, ein Stück des britischen Dramatikers Martin Crimp, wird von Moritz Schöneberger zum ersten Mal überhaupt in deutscher Sprache im Theaterhaus inszeniert. Radikal ist lediglich die Zweiteilung der Inszenierung. weiterlesen…

Hauptberuflich Künstler

Im Gespräch mit den Initiatoren der Lesebühne: Friedrich Herrmann, Elli Linn und Steve Kußin über ihre Vorbilder, die Jenaer Kulturszene und was sie mit ihren Texten erreichen wollen.

Das Gespräch führte Annika Nagel

Wie hat das bei euch angefangen?
Steve: In der Schulzeit habe ich angefangen, ganz schlechte Gedichte zu schreiben – Gedanken, die sich Jugendliche so machen: Liebes- und Weltschmerzgedichte, das Übliche. Ich habe erst in der Zivildienstzeit angefangen, aktiv zu schreiben.          weiterlesen…

Hinter der Linse

Fotografie ist keine Selbstverständlichkeit. Auch wenn jeder heutzutage einfach das Smartphone aus der Tasche holt, ein Motiv wählt und klick, schon das nächste Foto gemacht hat, stecken dahinter 190 Jahre Forschung.

Von Charlotte Wolff

Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras lautet der Titel des ersten Fotos. Der Franzose Joseph Nicéphore Niépce war der Fotograf. Das Foto hat eine Pionierstellung, da es das Erste ist, das dauerhaft fixiert werden konnte. weiterlesen…

Hinterzimmergespräche

Bildung bleibt ein Thema, das diejenigen, die bereits ausgebildet sind, nicht interessiert. Ministerien, die eure Interessen vertreten sollen, ignorieren diese. Es werden Entscheidungen getroffen, die eure Ausbildung sabotieren. Ein Blick in die nahe Zukunft: Warum bald Demos und Prügeleien um Bücher anstehen.

Von: Marleen Borgert

„Das ist ein Tiefschlag für die Bildung.“ Studierende wurden übergangen. Hochschulen wurden übergangen. Ob die Lehre gut oder schlecht ist, interessiert das Kultusministerium nicht. Obwohl jeder Studierende in Deutschland ab Januar massiven Veränderungen in der Verwendung von Literatur im Studium gegenüberstehen wird, ist das Thema, das Wesley Pressler anspricht, in Jena noch weitestgehend unbekannt.

weiterlesen…

Gerichtsmediziner

Wer an seiner Wunschuni keinen Studienplatz erhält, kann sich immer noch einklagen. Außer in Jena, denn die Universität rechnet zu gut.

Von Hanna Seidel

Eine Schülergeneration, die jahrelang die attraktiven, allwissenden Ärzte in „Grey‘s Anatomy“ verfolgt hat, drängt nach dem Schulabschluss und dem obligatorischen Selbstfindungsjahr in Australien auf die begehrten Studienplätze für Humanmedizin, Pharmazie oder Psychologie. Doch für eine Ausbildung zum Gott in Weiß braucht man einen Notendurchschnitt mit einer Eins vor dem Komma. Was tun, wenn es dazu nicht gereicht hat? Sich in sein Wunschstudienfach einklagen zum Beispiel. weiterlesen…

Positiv leben

Eine HIV-Infektion sieht man den Menschen nicht an, durch Medikamente sind sie nicht ansteckend. Trotzdem sind die Ängste und Vorurteile groß.

Von Tarek Barkouni

„Ich laufe doch nicht als Virenschleuder durch die Gegend“, sagt Edgar, schüttelt den Kopf und erzählt von Ärzten, die ihn nur mit Gummihandschuhen anfassen. Edgar ist einer von 84.700 HIV-positiven Menschen in Deutschland, sein Leben hängt von einer Pille ab. weiterlesen…