Apokalypse mit Lichteffekten

Es ist Radikales zu erwarten. Martin Crimp, eine Größe des „In-yer-face“-Theaters aus den 90er Jahren, ist gemeinhin für Tabulosigkeit und die Gefühlslosigkeit seiner Figuren bekannt. Beim Besuch der Vorstellung  von Im Haus/Im Tal im Theaterhaus wird man jedoch eher mit Künstlichkeit konfrontiert, als tatsächlich mit Radikalität.

Von Sophie Albrecht

Im Haus/Im Tal, ein Stück des britischen Dramatikers Martin Crimp, wird von Moritz Schöneberger zum ersten Mal überhaupt in deutscher Sprache im Theaterhaus inszeniert. Radikal ist lediglich die Zweiteilung der Inszenierung. weiterlesen…

Auf der Suche nach dem Glück

Ein mehr als 80 Jahre altes Stück über sehr aktuelle Probleme

von Corinna Hofmann

Mit Kasimir und Karoline eröffnete die Kulturarena das Theaterprogramm. Kasimir hat seine Arbeit als Kraftwagenfahrer verloren – er wurde „abgebaut“. Damit scheinen auch sein Selbstverständnis und sein Selbstbewusstsein dahin, er fühlt sich reduziert auf einen „armen Hund“. Seine Verlobte Karoline will das Oktoberfest genießen, Eis essen und Achterbahn fahren. Sie träumt von einem besseren Leben. Darüber kommt es zum Streit. Karoline sucht ihr Glück in einer Beziehung mit einem besser situierten Mann. Kasimir schließt sich Franz an, einem ehemaligen Kollegen mit kriminellen Neigungen, und seiner Freundin Erna, um seinen Kummer im Bier zu ertränken.
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Behörde rudert zurück

Abschiebeandrohung sei nicht so gemeint gewesen

Flüchtling und Aktivist Miloud L. Cherif setzt sich für seine und die Rechte anderer ein.
Flüchtling und Aktivist Miloud L. Cherif setzt sich für seine und die Rechte anderer ein. Foto: revolta.

Anfang April bekamen Miloud Lahmar Cherif und seine Frau Olesia einen Brief vom Landratsamt Schmalkalden-Meiningen. Darin wurden sie auf die Ablehnung ihres Asylantrags und auf die Ausreise aus der Bundesrepublik Deutschland bis zum 7. Mai hingewiesen. Sollte dies nicht freiwillig geschehen, so die amtliche Mitteilung, werde man abschieben.
Der 7. Mai ist nun verstrichen. Miloud und Olesia sind nicht gegangen. weiterlesen…

Biene Maya

Das Theaterhaus inszeniert den Weltuntergang

Um Vergebung bittend.
Roland Emmerich bittet um Vergebung für seine Filme. Foto: Theaterhaus Jena.

Welches Datum ist heute? – Es ist der 21. Dezember 2012. Nach dem Maya-Kalender ist es der Tag des Weltuntergangs; nach „Bienen I“, einem Stück, das gegenwärtig am Theaterhaus Jena zu sehen ist, „ein Tag wie jeder andere“. Das Schauspiel bringt alles auf die Bühne, was die Welt so ausmacht: den Weihnachtsmann, Jesus, Sex und die Ziege. Und eben Bienen. weiterlesen…