Between Hitler and Stalin

Interview with Professor Timothy Snyder

Professor Timothy Snyder in Jena.
Professor Timothy Snyder in Jena. Foto: Steffen Elsner.

Am 2. Mai war Timothy Snyder zu Gast im Kolloquium des Imre-Kertész-Kollegs. Er ist Professor für Osteuropäische Geschichte an der Yale University und veröffentlichte 2010 sein Buch „Bloodlands – Europe Between Hitler and Stalin“. Darin konstruiert er einen historischen Raum, der Polen, das Baltikum, Weißrussland, die Ukraine und Westrussland umfasst. Zwischen den 1930er Jahren und 1945 wurden 14 Millionen Menschen ermordet – im Holocaust, weiteren Genoziden und forcierten Hungerkatastrophen. Für sein Werk wurde Snyder auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse mit dem Preis für Europäische Verständigung ausgezeichnet. Für Akrützel nahm er sich vor dem Kolloquium Zeit.
Das Interview erschien in einer ins Deutsche übersetzten und gekürzten Fassung in der Akrützel-Ausgabe 307.

Why have you come to Jena?
I’m friendly with the people who started the Imre Kertész Kollegium, with WÅ‚odzimierz Borodziej. They and Norbert Frei have been inviting me to come and speak about the book.

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„Das Fleisch ist schwach“

Ein Gespräch über Essen und Hungern in Gemeinschaft

Professor Claudia Neu.
Professor Claudia Neu. Foto: privat.

Professor Claudia Neu ist Soziologin und lehrt an der Hochschule Niederrhein. Sie beschäftigt sich unter anderem damit, wie Ernährung unser Dasein prägt. Mit Akrützel sprach sie über das Frauenbild, Gruppenidentifikation und disziplinierten Verzicht. weiterlesen…

„Überschaubare Zeiträume“

Ein Gespräch darüber, wie Unis Städte beeinflussen




Professor Max Welch Guerra.
Foto: Privat.

Max Welch Guerra ist Professor für Raumplanung und Raumforschung an der Bauhaus-Universität in Weimar. Er leitet dort seit 2008 den Studiengang Urbanistik. 2010 wurde er für die Trilogie „Stadtentwicklung und Kulturlandschaft Thüringen“ ausgezeichnet. Mit Akrützel sprach er über Stadtentwicklung, die Rolle der Politik und Jena.

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Die Verlierer des Tages

Ein Gespräch über eine Studie und ihre Veröffentlichung




Innenminister Friedrich zu Marietta Slomka im „heute journal“: „Diese Studie ist nicht aus meinem Haus herausgegeben worden.“
Foto: Standbild, zdf heute journal, 1. März 2012

Ein Forscherteam arbeitete im Auftrag des Bundesinnenministeriums drei Jahre lang an der Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“, die am Ende 762 Seiten umfasste. Das Boulevardblatt Bild bekam sie vorab und missbrauchte sie für eine tendenziöse Berichterstattung. Die Vermutung, dass das Ministerium die Studie an Bild weiterleitete, wurde erst nach unserem Interview mit Professor Wolfgang Frindte Gewissheit.
Als Inhaber des Lehrstuhls für Kommunikationspsychologie an der Friedrich-Schiller-Universität war er maßgeblich an der Studie beteiligt. Mit uns sprach er über die Ergebnisse, die Bestürzung im Team nach der Veröffentlichung und Medienwirkung.

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