Nichts geht mehr

Schiedskommission empfiehlt Auflösung des Studentenrats
von Johannes Wander

Frances Karlen und Enrico Schurmann leiteten die konstituierende Sitzung.FOTO:Matthias Benkenstein

„Sowas Lächerliches muss ich mir nicht geben!“ Berengar Lehr verlässt kopfschüttelnd den Sitzungsraum des Stura. Andere Mandatsträger schließen sich ihm an und kehren der Schiedskommission den Rücken zu. Diese hat dem Gremium soeben verkündet, dass es sich vermutlich auflösen und Neuwahlen durchführen muss. Die Sturawahlen vom Juli dieses Jahres waren von zwei Jurastudenten angefochten worden (Akrützel berichtete). Zur Begründung hieß es, es fehle eine eigene Wahlordnung des Studentenrats. Bisher orientierte dieser sich an der Wahlordnung der FSU, was aber Einzelkandidaten der Fakultäten laut Kläger massiv benachteilige. Anfang vergangener Woche veröffentlichte die Schiedskommission nun das Ergebnis ihrer Untersuchungen. Dort wird den Antragstellern recht gegeben und dem Stura eine Neuwahl empfohlen.
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Das Desaster mit dem Dachs

Die Online-Studienverwaltung “Friedolin” bricht erneut zusammen

Nicht so unschuldig, wie er aussieht: Friedolin, der Dachs.FOTO:pixelio

von Jonas Janssen

Friedolin (Friedrich-Schiller-Universität-Online) sorgt zu Beginn des laufenden Semesters wieder für eine Menge Ärger und Verwirrung: Zum Beispiel unterscheiden sich auf der Internetseite Rubriken, die eigentlich synchronisiert sein müssten. Eine zeigt „zugelassen“, eine andere nur „angemeldet“ für Veranstaltungen an, in die man sich eingeschrieben hat. Das sollte eigentlich unmöglich sein. Mehrere Studenten, vor allem aus der Soziologie, berichten von E-Mails, in denen sie für Seminare zugelassen wurden, zu denen sie sich nie angemeldet hatten. Auf Nachfrage beim Dozenten erhalten sie zur Antwort: „Mails, die Friedolin versendet, einfach nicht beachten, das Chaos tobt.“ Teilweise sind Abmeldungen von Veranstaltungen nach wie vor ganz unmöglich. In schöner Regelmäßigkeit tauchen auch Veranstaltungen, die man sich abgespeichert hat, nicht mehr auf.
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Volle Pleite

Warum das 4-dip-Festival gescheitert ist.

Das Gespräch führte Conrad Ziesch

Anlässlich der 450-Jahr-Feier der FSU hatte das Kulturreferat des Stura im August das internationale Fest Four Days in Paradise (4dip) organisiert. Es sollte die größte studentische Initiative im Jubiläumsjahr werden. Der Titel der Veranstaltung versprach viel. Vielleicht zu viel, wie Mitorganisator Christian Triebel rückblickend meint.

“Es hätte besser laufen können”, sagt Christian Triebel.
FOTO:Conrad Ziesch

In den vier Veranstaltungstagen sind 3.000 Besucher zu eurem Festival gekommen. Wären außerhalb der Semesterferien nicht mehr zu erwarten gewesen?
Der Termin war sicher nicht der günstigste, das war uns von Anfang an bewusst. Wir befanden uns jedoch in einer Zwickmühle: Vorher fand die Kulturarena statt. Hätten wir den Termin später angesetzt, wäre der Sommer schon vorbei gewesen. Außerdem wollten wir den Studenten aus Europa die Möglichkeit geben, in ihren Semesterferien nach Jena zu kommen.

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