Die Botschaft ist Frieden

Was hat sich für Muslime seit dem Anschlag in Paris am 13. November verändert? Wie gehen sie damit um, dass ihr Glaube für Terror instrumentalisiert wird?

Von Annika Lobeck

Die Moschee des Islamischen Kulturvereins ist von außen nicht als solche zu erkennen. In einem gewöhnlichen Wohnhaus in einer Zwei-Zimmer Wohnung kommen gläubige Muslime zusammen, um gemeinsam zu beten und zu reden. weiterlesen…

Wege ins Studium

Hindernisse und Chancen für Flüchtlinge

Von Lynn Neubert

Delshad ist 22 Jahre alt, kommt aus Syrien und lebt seit März 2013 in Jena. Sein Deutsch ist so gut, dass er schon für den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow übersetzen durfte. Selbstbewusst wirft er mir Regeln über Genitiv und Dativ an den Kopf und lässt mich ganz schön blöd aussehen. Umso absurder ist es, dass er schon zwei Mal durch den Sprachtest gefallen ist – der eine Bedingung dafür ist, dass Delshad in Deutschland studieren darf.

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Fakten gegen Parolen

Eine Argumentationshilfe gegen rechte Vorbehalte

von Niclas Seydack

 

Seit Februar 2014 wird in Jena gegen den Neubau eines Asylbewerberheimes in Lobeda protestiert. – nicht auf der Straße, sondern über eine Facebook-Initiative. Ein Gespräch lehnten die Initiatoren der Seite Nein zum Heim in Lobeda (1.238 Gefällt mir-Angaben) ab,  weil man „der Journaille“ nicht traue. Wir haben deshalb die Einträge auf der Seite selbst analysiert und daraus die Bürgersorgen abgeleitet. Überraschend war das Ergebnis nicht: Auf der Seite werden Stammtischparolen gedroschen und hundertfach wiedergekäut – nichts als Populismus. Und sie sind vor allem eines: polternd und plakativ. Fakten gehen dabei unter. Sachlichkeit eignet sich eben selten für Slogans.
An dieser Stelle sollen daher die häufigsten „Bürgersorgen“ beruhigt werden. weiterlesen…

Behörde rudert zurück

Abschiebeandrohung sei nicht so gemeint gewesen

Flüchtling und Aktivist Miloud L. Cherif setzt sich für seine und die Rechte anderer ein.
Flüchtling und Aktivist Miloud L. Cherif setzt sich für seine und die Rechte anderer ein. Foto: revolta.

Anfang April bekamen Miloud Lahmar Cherif und seine Frau Olesia einen Brief vom Landratsamt Schmalkalden-Meiningen. Darin wurden sie auf die Ablehnung ihres Asylantrags und auf die Ausreise aus der Bundesrepublik Deutschland bis zum 7. Mai hingewiesen. Sollte dies nicht freiwillig geschehen, so die amtliche Mitteilung, werde man abschieben.
Der 7. Mai ist nun verstrichen. Miloud und Olesia sind nicht gegangen. weiterlesen…