„Das Fleisch ist schwach“

Ein Gespräch über Essen und Hungern in Gemeinschaft

Professor Claudia Neu.
Professor Claudia Neu. Foto: privat.

Professor Claudia Neu ist Soziologin und lehrt an der Hochschule Niederrhein. Sie beschäftigt sich unter anderem damit, wie Ernährung unser Dasein prägt. Mit Akrützel sprach sie über das Frauenbild, Gruppenidentifikation und disziplinierten Verzicht. weiterlesen…

Rubensdamen

Eine kurze Geschichte der Essstörungen

Wie hingeflossen sitzt Venus auf einem Schemel, der mit rotem Samt bezogen ist, und begutachtet ihr Abbild im Spiegel, den ihr ein Cupido reicht. Ihr langes blondes Haar wird von einer Zofe gekämmt. Sie ist eine schöne Frau. Der niederländische Maler Peter Paul Rubens stellt die Göttin als perfekte Verkörperung des damals gängigen Schönheitsideals dar, inklusive kräftiger Hüften und üppiger Oberschenkel. weiterlesen…

Von Ratten und Mauern

Street Art und Graffiti in der Saalestadt: Ein Rundgang durch das Jena der Sprayer, „Kleber“ und Kunst-Aktivisten

Von Anna Zimmermann



Foto: Katharina Schmidt

“Wo sind Liebe, Freude, Leidenschaft? Verschollen zwischen Alltag und Routine.“ Signiert ist das Bild mit „Some“. Die Buchstaben scheinen von der Wand zu funkeln, an die sie geklebt sind. Daneben ist der Opa des Disney-Films „Up“ befestigt. Er hängt an einem Luftballon und schaut resigniert auf die Tegut-Entladezone. Ohne ihn zu bemerken, eilen Studenten vorbei; auf dem Weg zur Uni wird die Umgebung selten aufmerksam betrachtet. Doch wer den Blick hebt, mit dem spricht die Stadt, besonders hier, am Campus: Historische Persönlichkeiten, die von den Toten auferstanden sind; Schmuddelkinder und alte Comic-Helden, die zum Kampf gegen die Gleichschaltung rufen – sie alle teilen dem aufmerksamen Passanten ihre Botschaft mit. Manches ist direkt und offen, manches verschachtelt und manches schlicht unverständlich. weiterlesen…

Die neuen Landschaftsmaler

Die Geschichte der Graffiti von der Höhlenmalerei bis heute

Von Jana Felgenhauer



Foto: Katharina Schmidt

Graffiti sind urbane Bilderbücher. Sie erzählen Geschichten, kleiden Züge, geben kargen Mauern Gesichter und machen aus grauen Brücken bunte Regenbogen.
Sie sind die älteste Kommunikationsform der Menschheit. weiterlesen…

Sind wir jetzt gescheiter(t)?

Die Probleme der Bildungsstreikbewegung

Von Johannes Wander und Philipp Böhm

Der Streik entdeckt neue Fronten. Foto: Katharina Schmidt

Masterstudienplätze für alle, elternunabhängiges Bafög, Reformierung des Bachelorsystems. Schlagwörter, die uns Studenten über das gesamte letzte Jahr begleitet haben. Zu verdanken haben wir das einer Bewegung, die für allerhand Anstoß gesorgt hat: dem Bildungsstreik.
Nachdem im Sommer infolge der Schülerstreiks auch zahlreiche Studenten auf die Straße gegangen waren, um für ein besseres Bildungssystem zu demonstrieren, versammelte sich die Bewegung im Spätherbst erneut, mit ähnlichen Zielen, aber anderen Rahmenbedingungen. Während der Streik im Sommer wenig Resonanz in der Öffentlichkeit gefunden hatte, stieß man im zweiten Anlauf auf eine hellhörig gewordene Presse und Politik. Den bereits einige Tage und Wochen andauernden Besetzungen in Österreich folgte eine Schar von Demonstrationen und Besetzungen der Hörsäle in Deutschland. Hier wurden die letzten Besetzungen vor Silvester aufgelöst, in Österreich wird nach wie vor besetzt.
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Ideen in der Warteschleife

Wie es nach dem Bildungsstreik weitergeht

Von Janina Rottmann

Wohin geht der Bildungsstreik? Foto: Katharina Schmidt

Zu Jahresanfang scheinen sich die Gemüter beruhigt zu haben: Die Bildungsblogger bloggen nicht mehr, die besetzten Hörsäle sind längst wieder frei und viele Studenten konzentrieren sich wie jedes Semester auf die anstehenden Klausuren. Doch die Probleme – die Überbelastung der Studenten, die fehlende Repräsentation studentischer Vertreter in den akademischen Gremien und die mangelnden Kapazitäten an den Hochschulen – bleiben auch im neuen Jahr erhalten.
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