IDAHOBIT*-Infobox

Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel für mentale Krankheiten. Im Gegensatz dazu wird Transsexualität weiterhin als psychische Störung eingestuft. Eine Änderung ist für das Jahr 2018, die ICD-11, vorgesehen. Seit 2004 sollen besonders am 17. Mai Gesetzesmacher, Meinungsführer, soziale Bewegungen, die Öffentlichkeit und die Medien auf die Gewalt und Diskriminierung aufmerksam gemacht werden, die LGBTI-Menschen erfahren. Seit 2009 wird dieser Tag auch in Jena von Veranstaltungen begleitet, neben Deutschland auch in 129 weiteren Ländern.

Die Abkürzung IDAHOBIT* steht für den International Day Against Homophobia, Biphobia and Transphobia. Zunächst bezog sich der Name nur auf die Homophobie, bis 2009 die Transphobie und 2015 die Biphobie in den Namen mit aufgenommen wurden, um die spezifischen Thematiken der entsprechenden sexuellen Orientierungen mit anzuerkennen.

In Deutschland standen sexuelle Handlungen zwischen Männern bis zum Jahr 1994 nach dem Paragraphen 175 im Strafgesetzbuch unter Strafe. Homosexuelle Männer wurden auch abwertend als 175er bezeichnet, 50.000 wurden verurteilt. Weiterhin gibt es aber rechtliche Ungleichheiten. Seit 2001 besteht die Möglichkeit, als gleichgeschlechtliches Paar eine eingetragene Lebenspartnerschaft einzugehen. Diese steht der Ehe aber in der Gesetzgebung, beispielsweise den Regelungen zur Adoption, nach. Eine Mehrheit der Deutschen befürwortet eine Gleichstellung der Partnerschaften.

Text: Marleen Borgert; Banner: http://dayagainsthomophobia.org/

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