Rolls Royce der Pflegeprodukte

Zum Titelthema: Begeisterung

Von Paul Schäfer

Sie sind sieben Zentimeter lang, sehr schmal, an beiden Enden mit Baumwolle umwickelt und lösen bei Benutzung ein kribbeliges und befreiendes, nahezu süchtig machendes Gefühl aus, das sich womöglich am ehesten mit dem notorischen, oft gehassten Fingerknacken vergleichen lässt – mit dem Unterschied, dass man mit Q-Tips niemandes akustisches Empfinden für Ästhetik stört. Sie kommen in 200-Stück-Packungen und reinigen bei korrekter Anwendung deinen Gehörgang. Du kannst sie drehen und wühlen lassen, eine Symphonie in dein Hörorgan malen, all deine kleinen alltäglichen Freuden auf fünf Sekunden Badezimmerentspannung herunterschrauben. Drehen und Kreisen. Und weil es sich sowieso immer etwas anrüchig und verboten  anfühlt, wenn man sich etwas in irgendeine Körperöffnung steckt, hat der Ohrputzvorgang ohnehin eine äußerst durchtriebene Komponente. Schon in dem Film Ziemlich beste Freunde lernten wir, dass das Ohr ein sehr empfindliches, sehr stimulierbares Sinnesorgan ist. Auch hier gilt: Nicht die Länge des Wattestäbchens, sondern die Technik des Anwenders ist entscheidend. Bei einer zu tiefen Anwendung kann der Gehörgang beschädigt werden und schlimmstenfalls das Trommelfell platzen. Darum: Handle with care! Q-Tips können nützlich sein und nicht nur dein Ohr verwöhnen, sondern auch beim Schminken helfen. Tu deinem Ohr etwas Gutes und nutze sie, lerne sie zu schätzen und sie werden es dir zurückgeben. Pro-Tipp: Für ein besonders ekstatisches Erlebnis drehe sie in beiden Ohren gleichzeitig.

Foto: Marleen Borgert

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